Rettungsschwimmen für das Klima

Greenpeace Aktion am Mainufer

Frankfurt a.M., 22.11.2009: Mit einer ungewöhnlichen Aktion unterstreichen Greenpeace Frankfurt Aktivisten ihre Forderungen an die Politiker, die sich am 07. Dezember zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen zusammen finden werden. Das eiskalte Wasser schreckt sie nicht davor ab, den Main zur Plattform ihrer Botschaft zu machen. Am Eisernem Steg lassen sie sich zusammen mit ihrem Banner ins Wasser gleiten. Das Banner trägt den Aufruf: „Politiker, tut endlich Euren Job ! Klima retten in Kopenhagen“.

Die Aktivisten möchten damit auch aus Frankfurt ein Signal nach Kopenhagen senden. Der Signale kann es nicht genug geben. - Signale, die den Politikern deutlich machen, dass sehr viele Menschen mit hohen Erwartungen auf sie schauen. Denn sehr viele haben es begriffen. Klimaschutz? Nein, es geht nicht wirklich darum, das Klima zu schützen. Es geht darum, alles Leben auf unsere Erde und damit auch das der Menschen vor den katastrophalen Konsequenzen eines ungebremsten globalen Temperaturanstiegs zu schützen.

Das weltweit drängendste Problem ist nicht mit unverbindlichen Absichtserklärungen zu lösen. Auf dieser UN-Klimakonferenz müssen die Weichen für die Klimaschutzmaßnahmen der kommenden Jahre gestellt werden. Die Weltgemeinschaft muss sich im Dezember in Kopenhagen auf konkrete und verbindliche Klimaschutzziele verständigen. Das Ergebnis wird maßgeblich über die Zukunft der Menschheit entscheiden.

Im September, drei Monate vor Beginn der Klimakonferenz in Kopenhagen warnte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in einer neuen Untersuchung, dass die negativen Folgen des Klimawandels noch schneller als erwartet eintreten werden. In diesem Bericht wird davon ausgegangen, dass die Erde auf einen gefährlichen Punkt zusteuert. Nahezu unweigerlich drohe die Zerstörung der weltweiten Ökosysteme, die das Überleben von Millionen von Menschen sichern. "Noch vor einigen Jahren sind wir davon ausgegangen, dass der Anstieg der Meere eine Frage von einem bis zwei Jahrhunderten sein würde", sagte UNEP-Exekutivdirektor Achim Steiner bei der Vorstellung des Berichts in Washington. "Jetzt können wir nicht ausschließen, dass der Meeresspiegel im Laufe des Lebens eines heute geborenen Kindes um zwei Meter ansteigt." Der Weltklimarat (IPCC) war in seinem letzten Bericht von 2007 noch von einem Anstieg zwischen 18 bis 59 Zentimetern bis 2100 ausgegangen.

Der Klimawandel beschleunigt sich also. Wissenschaftler fordern inzwischen schärfere Einschränkungen der Treibhausgas-Emissionen. Noch vor kurzem hieß das Ziel bis zur Jahrhundertmitte: 50 Prozent weniger Kohlendioxyd-Emissionen weltweit, 80 Prozent weniger in den Industriestaaten. Heute wissen wir, dass dies längst nicht mehr ausreicht. Bis 2050 müssen diese Emissionen in den Industrieländern so weit wie möglich auf Null zusteuern.

Greenpeace fordert, dass die Industrienationen die Entwicklungsländer beim Schutz des Klimas unterstützen. Jährlich werden 110 Milliarden Euro für den weltweiten Kampf gegen den Klimawandel und die Anpassung an Klimaveränderungen benötigt. Für Deutschland bedeutet dies einen Anteil von sieben Milliarden Euro. Mit diesem Geld soll auch ein Urwaldfonds finanziert werden. Der Schutz der Wälder spielt im Klimageschehen eine besondere Rolle. Knapp 20 Prozent der weltweiten Treibhausgase werden durch die Zerstörung der Urwälder verursacht. Außerdem müssen die Industrieländer ihren Kohlendioxyd-Ausstoß bis 2020 um mindestens 40 Prozent verringern, um ihn bis 2050 bis nahe Null abzusenken. Es ist möglich. Das beweist die Greenpeace-Studie „Klimaschutz: Plan B 2050. Energiekonzept für Deutschland“, die Greenpeace im August 2009 veröffentlichte. Einzusehen unter: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/Plan_B_2050_lang.pdf

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