Greenpeace kämpft seit 30 Jahren für den Atomausstieg. Die Atomenergie birgt gewaltige Risiken für Menschen und Umwelt. Zudem gibt es nach wie vor keine Lösung für das Atommüllproblem. Atomkraft - nein danke!

Geheime Akten über Gorleben

Eine geologische Eignung des Zwischenlagers Gorleben wurde nie festgestellt. Trotzdem soll der Ort im Wendland möglicherweise als Endlager für Deutschlands radioaktiven Abfall herhalten. Alles deutet darauf hin, dass politisches Kalkül und nicht wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse der ausschlaggebende Faktor war, diesen Standort festzulegen. Greenpeace stellt jetzt eine umfangreiche Datenbank mit Regierungsakten ins Netz, die den Verdacht auf "frisierte Akten, geschönte Gutachten und handfesten politischen Druck", wie es die Opposition nennt, erhärtet.

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Merkel wusste seit 1996 von Atommüll-Risiken der Asse

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war schon vor 13 Jahren über eine mögliche radioaktive Verseuchung des Trinkwassers durch das Atommüllager Asse II informiert. Dies geht aus einem Greenpeace vorliegenden Schreiben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) an das Bundesumweltministerium aus dem Jahr 1996 hervor. Die Untersuchungen des BfS zeigen auf, dass die Lagerung von Atommüll in Salzstöcken mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden ist. So würde ein Voll-Laufen der Asse mit Wasser zu einer 100-fach über den zulässigen Grenzwerten liegenden Strahlenbelastung der Bevölkerung führen. Greenpeace fordert den Einsatz eines Untersuchungsausschusses im Bundestag, der prüft, inwieweit das Endlagerkonzept der Bundesrepublik durch diesen Behördenbericht nicht schon 1996 als gescheitert angesehen werden musste.

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Gorleben wird kein Endlager

Eine wichtige Hürde in Richtung bundesweiter offener Endlagersuche ist genommen: SPD und Grüne haben sich in Niedersachsen darauf geeinigt, dass Gorleben als Standort aus der Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle ausgeschlossen werden soll. Bis Sonntag soll das auch im Koalitionsvertrag schwarz auf weiß stehen.
 
Mehrere Tage haben Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten vor den Koalitionsverhandlungen in Hannover protestiert. Neben mehr Waldschutz und der Förderung des Ökolandbaus forderten sie die zukünftigen Regierungsparteien auf, den Salzstock Gorleben endlich endgültig als Atommüllstandort aufzugeben. Nun können sie einen Erfolg verbuchen. Sowohl SPD als auch Grüne haben sich dazu bekannt, den Salzstock aus künftigen Atommüllendlagersuchen auszuschließen.

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Rettet die Kinder von Fukushima

Was würde Dein Arzt dazu sagen, wenn Du jeden Tag eine Röntgenaufnahme von Deinem Brustkorb machen lassen wolltest? Ist nicht verantwortbar wegen der hohen Srahlenbelastung? Krebsgefahr? Leider ist das Realität, und zwar in der Region Fukushima/Japan. Egal ob Kind, werdende Mutter oder Rentner, der Strahlung kann keiner entfliehen. Und das über viele Jahre hinweg.  Hier ein paar erschreckende Zahlen dazu:

Radioaktive Strahlung im Vergleich, in MilliSievert (mSv)

  • Röntgenaufnahme Deiner Zähne beim Zahnarzt:  0,01 mSv
  • Röntgenaufnahme Deines Brustkorbs (Thorax): 0,02 mSv
  • Röntgenaufnahme Deines Kopfes (CT):  3 mSv
  • die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland beträgt: 2,1 mSv/Jahr
  • das internationale Strahlenschutzkomitee empfiehlt zusätzlich: max. 1 mSv/Jahr
  • in Fukushima werden aktuell zusätzlich gemessen: 2,25  bis zu 18 mSv/Jahr
  • der Gesundheitsbereiter der Universität Fukushima hält sogar bis zu 100 mSv im Jahr für ungefährlich!
  • die Grenzwerte für Arbeiter in japanischen Atomkraftwerken liegen sogar darüber.

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Den Atom-Müll haben wir am Hals!

Kinder haften für ihre Eltern.

Jedes Jahr entstehen in den deutschen Atomkraftwerken rund 400 Tonnen hoch-radioaktive abgebrannte Brennelemente. Was mit diesem über Jahrtausende strahlenden Abfall passieren soll, weiß bis heute niemand. Das Problem wird einfach zukünftigen Generationen aufgehalst. Kinder haften für ihre Eltern.

Unter diesem Motto und um auf das ungelöste Problem der Atommüll-Lagerung hinzuweisen hat eine kleine Gruppe von Aktivisten kurz vor Weihnachten in der Frankfurter Innenstadt demonstriert. Dank der äußerst kooperativen Haltung seitens der Frankfurter Polizei, konnten wir mit unserem Atomfass sogar den Frankfurter Weihnachtsmarkt besuchen. Trotz Glühwein und Weihnachtstress zeigten sich viele Passanten interessiert und auch betroffen. Was kann man tun? Man kann beispielsweise zu einem Stromanbieter wechseln, der auf erneuerbare Energien setzt:

http://www.atomausstieg-selber-machen.de/

Damit trägt man zumindest dazu bei, nicht noch mehr radioaktiven Atommüll zu produzieren.