Greenpeace entsorgt Atommüllfässchen bei der Mainova

Aktivisten der Greenpeace Gruppe Frankfurt protestieren im Mainova ServiceCenter

Greenpeace entsorgt Atommüllfässchen bei der MainovaFrankfurt a.M. - Das ServiceCenter der Mainova AG in der Frankfurter Innenstadt erhält überraschenden Besuch. Aktivisten von Greenpeace Frankfurt erscheinen mit schwerer Last. Diese Last besteht aus einer mit Radioaktiv-Zeichen markierte Toilettenschüssel. Die Schüssel ist mit symbolischen Atommüllfässchen gefüllt, die der Mainova zur „Entsorgung“ überlassen werden sollen. Vor den Kameras zweier TV-Anstalten nimmt die Geschäftsführerin den „Atommüll“ entgegen. Die Beiträge gehen in den frühen Abendstunden über die Sender. 

In den über 300 Fässchen befinden sich von Frankfurter Stromverbrauchern unterzeichnete Schriftstücke. Auf diesen wird die Mainova AG, der größte lokale Energieversorger Frankfurts, aufgefordert, auf Atomstrom zu verzichten. Sie solle stattdessen auf Erneuerbare Energien setzen und in diese investieren.

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Projektion auf den Henninger Turm

Am Sonntag sind Bundestagswahlen!
Gehen Sie wählen und geben Sie dem Atomausstieg Ihre Stimme!
Wer nicht wählt, wählt Atomkraft!

Gruppenaktionstag zum Atomausstieg

Samstag morgen aufstehen, ist manchmal nicht leicht. Doch das Atomklo und 11 Leute aus unserer Greenpeace-Gruppe standen am 22.08.2009 bereit und es konnte losgehen. Etliche Atommüll-"Fäßchen" und Fässer wurden in die Innenstadt transportiert. Nach dem Aufbau unseres Standes war die Resonanz der Passanten zunächst etwas verhalten, doch das wurde dann im Laufe des Tages besser. Es wurden viele Gespräche geführt und wir mußten hier und da auf die üblichen Vorbehalte gegen den Atomausstieg reagieren. In der Nachbarschaft befand sich der Info-Stand einer bekannten Partei, welche den Atomausstieg ablehnt. Dort machten wir mit mehreren Fässern einen kleinen Besuch und wollten diese zwecks Lagerung dort abgeben. Wir sagten den Leuten dort "Wenn Sie für Atomkraft sind, haben Sie doch sicher eine Möglichkeit den Atommüll irgendwo zu lagern. Dürfen wir Ihnen den Atommüll da lassen" So ergab sich eine kleine Debatte zum Thema Atomausstieg.

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Leuchtender Protest gegen Kohle

Am Samstag, den 8.11. machte sich ein kleines „Empfangskomitee" von Greenpeace Frankfurt nach Hofheim auf, um gemeinsam mit Aktiven von Campact! unseren Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel, der zum SPD-Parteitag kam, zu „begrüßen“. Als der Bundesminister die Protestierenden erblickte, war er überrascht, da er Demonstranten gegen den Fluglärm des Frankfurter Flughafens erwartete und nun mit Protestschildern „Herr Gabriel, Kohlekraft stoppen“ begrüßt wurde.

Erst zwei Tage vorher hatten ihm Aktivisten von Greenpeace acht Tonnen Braunkohle vor sein Ministerium gekippt. Mit der Protestaktion eröffnete Greenpeace Frankfurt den am gleichen Tag stattfindenden deutschlandweiten Aktionstag. Bei Einbruch der Dämmerung erstellten bundesweit zahlreiche Greenpeace-Gruppen und Campact!-Aktive in über 35 Städten mit Bändern, Folien, Kerzen und Lampen leuchtende Protestbilder gegen Kohle.

In Frankfurt formten wir am Liebfrauenberg aus brennenden Kerzen ein großes „X“ als Symbol gegen die zunehmende Kohlenutzung. Daneben lag ein Banner mit der Aufschrift: „Keine neuen Tagebaue! Energiewende heißt Kohleausstieg“. Ein zwei Meter hohes Windrad sprach für sich. Mit zahlreichen Protestschildern wird Energieminister Gabriel aufgefordert, die Kohlekraft zu stoppen und nicht weiter den Abbau von Kohlekraftwerken in Deutschland zu behindern.

Nur durch Stilllegung wird Deutschland sein vereinbartes Klimaziel erreichen, bis 2020 den CO2-Ausstoß um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Ein schrittweiser Kohleausstieg in Deutschland ist möglich, ohne dass die Versorgungssicherheit gefährdet wird. Der deutsche Kraftwerkspark hat bereits jetzt massive Überkapazitäten von etwa 10 Gigawatt, die meisten bei konventionellen Kohlekraftwerken. Seit über zehn Jahren ist Deutschland auch Strom-Exporteur.

Mit einem geordneten Kohleausstieg müssen zunächst die besonders klimaschädlichen älteren Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Die zunehmend sinkende Stromerzeugung aus Kohle kann dann in den nächsten Jahren durch den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien übernommen werden. Nur mit konsequenten Maßnahmen und einem verbindlichen Abschaltplan für Kohlekraftwerke, der jetzt im „Aktionsplan Klimaschutz 2020“ festgelegt werden muss, ist ein Ausstieg aus der Kohleverstromung möglich - zur Erreichung des 40-Prozent-Ziels, das Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sigmar Gabriel, unser damaliger Umweltminister, 2007 verbindlich festgelegt hatten.

Greenpeace fordert:

Braunkohleausstieg bis 2030, Steinkohleausstieg bis 2040
Keine neuen Braunkohletagebaue
Keine neuen Kohlekraftwerke
60 Prozent Erneuerbare bis 2030, 80 Prozent bis 2040, 100 Prozent bis 2050

Weitere Bilder zum „Leuchtenden Protest“ gegen Kohle gibt es auf dem
flickr-Album von Campact!

Anti-Kohle-Kette 2015 - Garzweiler am 25. April

 

Bis hierhin und nicht weiter: Stoppt die Kohlebagger und Klimakiller!

 

2015 wird ein wegweisendes Jahr für den Klimaschutz. Wir haben die Chance, den Ausstieg aus dem Landschafts- und Klimakiller Kohlekraft einzuleiten. Die Bundesregierung entscheidet demnächst, ob die Energiekonzerne ihre CO₂-Emissionen mindern und dafür Kohlekraftwerke abschalten müssen. In Nordrhein-Westfalen verhandelt zudem die Landesregierung über die Zukunft des Tagebaus Garzweiler II, wo RWE bis 2045 weiter Braunkohle fördern will. Im Vorfeld des Weltklimagipfels in Paris kommt beiden Entscheidungen große Bedeutung zu. Doch die Kohlelobby macht massiv Front gegen die Pläne, den boomenden Kohlestrom zurückzudrängen.

 

Deshalb ist jetzt der Protest von uns BürgerInnen gefragt. Mit einer Menschenkette durch den Tagebau Garzweiler II machen wir am 25. April klar: Bis hier hin und nicht weiter - der Kohleverstromung muss ein Ende gesetzt werden! www.anti-kohle-kette.de

 

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