Gruppenaktionstag zum Atomausstieg

Samstag morgen aufstehen, ist manchmal nicht leicht. Doch das Atomklo und 11 Leute aus unserer Greenpeace-Gruppe standen am 22.08.2009 bereit und es konnte losgehen. Etliche Atommüll-"Fäßchen" und Fässer wurden in die Innenstadt transportiert. Nach dem Aufbau unseres Standes war die Resonanz der Passanten zunächst etwas verhalten, doch das wurde dann im Laufe des Tages besser. Es wurden viele Gespräche geführt und wir mußten hier und da auf die üblichen Vorbehalte gegen den Atomausstieg reagieren. In der Nachbarschaft befand sich der Info-Stand einer bekannten Partei, welche den Atomausstieg ablehnt. Dort machten wir mit mehreren Fässern einen kleinen Besuch und wollten diese zwecks Lagerung dort abgeben. Wir sagten den Leuten dort "Wenn Sie für Atomkraft sind, haben Sie doch sicher eine Möglichkeit den Atommüll irgendwo zu lagern. Dürfen wir Ihnen den Atommüll da lassen" So ergab sich eine kleine Debatte zum Thema Atomausstieg.

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Leuchtender Protest gegen Kohle

Am Samstag, den 8.11. machte sich ein kleines „Empfangskomitee" von Greenpeace Frankfurt nach Hofheim auf, um gemeinsam mit Aktiven von Campact! unseren Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel, der zum SPD-Parteitag kam, zu „begrüßen“. Als der Bundesminister die Protestierenden erblickte, war er überrascht, da er Demonstranten gegen den Fluglärm des Frankfurter Flughafens erwartete und nun mit Protestschildern „Herr Gabriel, Kohlekraft stoppen“ begrüßt wurde.

Erst zwei Tage vorher hatten ihm Aktivisten von Greenpeace acht Tonnen Braunkohle vor sein Ministerium gekippt. Mit der Protestaktion eröffnete Greenpeace Frankfurt den am gleichen Tag stattfindenden deutschlandweiten Aktionstag. Bei Einbruch der Dämmerung erstellten bundesweit zahlreiche Greenpeace-Gruppen und Campact!-Aktive in über 35 Städten mit Bändern, Folien, Kerzen und Lampen leuchtende Protestbilder gegen Kohle.

In Frankfurt formten wir am Liebfrauenberg aus brennenden Kerzen ein großes „X“ als Symbol gegen die zunehmende Kohlenutzung. Daneben lag ein Banner mit der Aufschrift: „Keine neuen Tagebaue! Energiewende heißt Kohleausstieg“. Ein zwei Meter hohes Windrad sprach für sich. Mit zahlreichen Protestschildern wird Energieminister Gabriel aufgefordert, die Kohlekraft zu stoppen und nicht weiter den Abbau von Kohlekraftwerken in Deutschland zu behindern.

Nur durch Stilllegung wird Deutschland sein vereinbartes Klimaziel erreichen, bis 2020 den CO2-Ausstoß um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Ein schrittweiser Kohleausstieg in Deutschland ist möglich, ohne dass die Versorgungssicherheit gefährdet wird. Der deutsche Kraftwerkspark hat bereits jetzt massive Überkapazitäten von etwa 10 Gigawatt, die meisten bei konventionellen Kohlekraftwerken. Seit über zehn Jahren ist Deutschland auch Strom-Exporteur.

Mit einem geordneten Kohleausstieg müssen zunächst die besonders klimaschädlichen älteren Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Die zunehmend sinkende Stromerzeugung aus Kohle kann dann in den nächsten Jahren durch den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien übernommen werden. Nur mit konsequenten Maßnahmen und einem verbindlichen Abschaltplan für Kohlekraftwerke, der jetzt im „Aktionsplan Klimaschutz 2020“ festgelegt werden muss, ist ein Ausstieg aus der Kohleverstromung möglich - zur Erreichung des 40-Prozent-Ziels, das Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sigmar Gabriel, unser damaliger Umweltminister, 2007 verbindlich festgelegt hatten.

Greenpeace fordert:

Braunkohleausstieg bis 2030, Steinkohleausstieg bis 2040
Keine neuen Braunkohletagebaue
Keine neuen Kohlekraftwerke
60 Prozent Erneuerbare bis 2030, 80 Prozent bis 2040, 100 Prozent bis 2050

Weitere Bilder zum „Leuchtenden Protest“ gegen Kohle gibt es auf dem
flickr-Album von Campact!

Anti-Kohle-Kette 2015 - Garzweiler am 25. April

 

Bis hierhin und nicht weiter: Stoppt die Kohlebagger und Klimakiller!

 

2015 wird ein wegweisendes Jahr für den Klimaschutz. Wir haben die Chance, den Ausstieg aus dem Landschafts- und Klimakiller Kohlekraft einzuleiten. Die Bundesregierung entscheidet demnächst, ob die Energiekonzerne ihre CO₂-Emissionen mindern und dafür Kohlekraftwerke abschalten müssen. In Nordrhein-Westfalen verhandelt zudem die Landesregierung über die Zukunft des Tagebaus Garzweiler II, wo RWE bis 2045 weiter Braunkohle fördern will. Im Vorfeld des Weltklimagipfels in Paris kommt beiden Entscheidungen große Bedeutung zu. Doch die Kohlelobby macht massiv Front gegen die Pläne, den boomenden Kohlestrom zurückzudrängen.

 

Deshalb ist jetzt der Protest von uns BürgerInnen gefragt. Mit einer Menschenkette durch den Tagebau Garzweiler II machen wir am 25. April klar: Bis hier hin und nicht weiter - der Kohleverstromung muss ein Ende gesetzt werden! www.anti-kohle-kette.de

 

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Anti-Kohle-Kette am 25.04.2015 am Tagebau Garzweiler

Etwas über drei Stunden haben wir mit dem Bus gebraucht, von Frankfurt bis zum Braunkohle-Abbau von RWE, dem Tagebau Garzweiler II, 40 km von Köln. 60 Personen sind aufgebrochen, um bei der Anti-Kohle-Kette am 25.04. mitzumachen und ein Zeichen zu setzen. Angereist aus der Schweiz, Saarbrücken, Aschaffenburg, Karlsruhe, Mannheim und Grossraum Frankfurt. Insgesamt haben 6000 Menschen protestiert, gegen den Ausbau des Tagebaus, gegen den Abriss von Dörfern, die bereits jetzt verlassen sind. Geisterdörfer, nur an einer handvoll von Häusern steht noch ein Schild: "dieses Haus ist noch bewohnt".

Von den fünf schmutzigsten Kohlekraftwerken in Europa stehen vier in Deutschland. Und das Paradoxe dabei ist: wir brauchen diese Kohlekraftwerke gar nicht. Jedes Jahr exportieren wir große Mengen Strom ins Ausland, zu Niedrigstpreisen. Dank des Ökostroms gibt es ein Überangebot an Strom, die logische Konsequenz wäre es, diese Kraftwerke abzuschalten und endlich den dringend erforderlichen CO2-Ausstoss zu reduzieren.

Die Menschenkette war geschlossen, die Redner bei der Abschlusskundgebung haben es auf den Punkt gebracht: STOPPT die Kohlebagger und Klimakiller! JETZT! 

Der Journalist Markus Dobstadt hat uns im Bus und bei der Kohlekette begleitet und einen bewegenden Bericht geschrieben, Ihr findet ihn hier: www.publik-forum.de  

.....und weitere Details auf der Seite der Organisatoren: www.anti-kohle-kette.de

.....und von campact: www.blog.campact.de

Vielen Dank an alle Mitreisenden in unserem Bus. Trotz des traurigen Anlasses haben wir viel Spass gehabt. Vielleicht brechen wir wieder mal gemeinsam auf, wenn Bürger sich gegen den Irrsinn unserer Energiewirtschaft stark machen.

Von den fünf schmutzigsten Braunkohlekraftwerken Europas stehen vier in Deutschland

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.publik-forum.de/Politik-Gesellschaft/menschenkette-gegen-braunkohletagebau/2 des Internetauftritts von Publik-Forum
Von den fünf schmutzigsten Braunkohlekraftwerken Europas stehen vier in Deutschland

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»Von den fünf schmutzigsten Braunkohlekraftwerken Europas stehen vier in Deutschland«, hat Edwin

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.publik-forum.de/Politik-Gesellschaft/menschenkette-gegen-braunkohletagebau/2 des Internetauftritts von Publik-Forum
»Von den fünf schmutzigsten Braunkohlekraftwerken Europas stehen vier in Deutschland«, hat Edwin

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.publik-forum.de/Politik-Gesellschaft/menschenkette-gegen-braunkohletagebau/2 des Internetauftritts von Publik-Forum
»Von den fünf schmutzigsten Braunkohlekraftwerken Europas stehen vier in Deutschland«, hat Edwin

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.publik-forum.de/Politik-Gesellschaft/menschenkette-gegen-braunkohletagebau/2 des Internetauftritts von Publik-Forum

Anti-Kohle-Kette gegen Braunkohle - Ein erster internationaler Protest in der Lausitz Wir waren dabei!

 

7.500 Menschen aus 26 Nationen kamen am Samstag in die Lausitz, um in einer bunten Menschenkette gegen den Braun-Kohle-Abbau zu demonstrieren.

Allein aus dem Rhein-Main-Gebiet kamen rund 50 Teilnehmer. Nach nächtlicher Fahrt besuchten wir morgens kurz vor unserer Anreise zum Camp den Braunkohle-Tagebau Jänschwalde. Erschrocken über die Narben, die Vattenfall mit seinen bis zu 90 m hohen und über 200 m langen Schaufelradbaggern in die Natur schlägt, waren wir umso motivierter,  bei der Menschenkette am Mittag mitzumachen,  um den „Irrsinn“  zu stoppen.

 Nach Ankunft, Zeltaufbau und gemütlichem Frühstück im Camp hiess es plötzlich: Sofort aufbrechen. Unser Anfahrtsweg zum vorgesehenen Streckenpunkt wird gesperrt. Jetzt musste es schnell gehen: letzte Handgriffe beim Zeltaufbau  - hier mal ein dickes Lob an alle, dass jeder seinen Nachbarn unterstützte -, flinkes Abräumen des „feudalen“ Frühstückstischs und schon saßen wir kurz danach im Bus und erreichten unseren Streckenabschnitt - weit vor der geplanten Zeit.  SUPER!  So konnten wir uns einen zentralen Platz bei der Menschenkette aussuchen: die Verbindung  der 4 km langen Menschenkette  von Deutschland zur 4 km langen Menschenkette in Polen an der Neisse.

Deutsche Kohlegegner standen Hand in Hand mit polnischen Kohlegegnern im Wasser der Neisse, dem ehemaligen Grenzübergang zwischen Polen und Deutschland. Sie hielten im Fluss drei Protestbanner hoch – jeweils in deutscher, polnischer und englischer Sprache.

Jeder von uns merkte, dass hier ein symbolischer Akt stattfand, der zeigt, dass der Anti-Kohle-Protest zu einer internationalen Bewegung heranwächst, die nicht vor Ländergrenzen halt macht. 

Viele Bewohner der Lausitz waren bewegt, dass Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern in die Lausitz kamen - fast alle zum ersten Mal, um ein Zeichen zu setzen gegen die Zerstörung der Landschaften und gegen die geplante Erweiterung des Braunkohle-Tagebaus. 

Der Einstieg in den Kohle-Ausstieg hat begonnen.  

 

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