Essen und Trinken sind unsere tägliche Lebensgrundlage. Aber sie bedeuten auch Kultur, Genuß und Geselligkeit. Die bäuerliche Landwirtschaft hat unsere vielfältige Kulturlandschaft über Jahrhunderte und Jahrtausende geprägt. Aber längst steht die Erzeugung unserer Nahrungsmittel zu großen Teilen nicht mehr im Einklang mit der Natur. Die konventionelle Landwirtschaft ist zu einem der größten Umweltzerstörer geworden. Monokulturen mit massivem Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern vergiften unsere Böden und unser Trinkwasser. Agrarfabriken quälen unsere Nutztiere, die die menschliche Kultur seit Jahrtausenden begleitet haben. Und die Gentechnik soll die Probleme lösen, die mit solch einer Wirtschaftsweise zwangsläufig einher gehen müssen. Das jedoch ist nur Symptombekämpfung - die Ursachen aber bleiben. Eine solche Landwirtschaft ist auf Dauer nicht zukunftsfähig, und kann die Welt nicht ernähren. Der ökologische Landbau zeigt, dass es auch anders geht. Erzeuger, Handel und Politik sind gefordert, eine Kehrtwende zu vollziehen. Aber auch die Verbraucher sind gefragt. Mit deinem Einkaufskorb entscheidest Du - ja, genau Du - wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

 Aktionen & News
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Rote Karte für adidas

Kurz vor der Weltmeisterschaft bereits ein schweres Foul - an der Umwelt: Eine neue Untersuchung von Greenpeace zeigt, dass Fußballschuhe, Handschuhe und der offizielle WM-Ball "Brazuca" aus den WM-Kollektionen von Adidas, Nike und Puma mit gefährlichen Chemikalien verunreinigt sind. Es wurden 33 Produkte in 16 Ländern der Welt eingekauft und getestet: 21 Paar Fußballschuhe, sieben T-Shirts, vier Paar Torwarthandschuhe und ein Fußball. In allen Proben wurden gefährliche Chemikalien gefunden!

Getestet wurde auf per- und polyflourierte Chemikalien (PFC), Nonylphenolethoxylate (NPE), Weichmacher, Dimethylformamid (DMF) und teils auf zinnorganische Verbindungen und Antimon. Diese Substanzen entweichen in unsere Umwelt, gelangen in die Nahrungskette und stellen langfristig ein großes Risiko für unsere Gesundheit dar. Adidas muss endlich aufhören, den Fußball zu foulen, und auf eine giftfreie Zukunft setzen.

Jetzt Protest-Mail an adidas schreiben!


Die Abwässer der Textilfabriken vergiften vor allem Flüsse und Trinkwasser. Etwa zwei Drittel der chinesischen Gewässer sind bereits mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien kontaminiert, vor allem aus der Textilindustrie. Allein in China haben 320 Millionen Menschen keinen Zugang mehr zu sauberem Trinkwasser. Durch die Unterstützung von Millionen Menschen weltweit ist es Greenpeace gelungen, 20 internationale Modemarken von Zara über H&M bis Puma zu verpflichten, bis 2020 giftfrei zu produzieren. Jüngst unterzeichneten die Luxusmarke Burberry und der Fast-Fashion Retailer Primark die Detox-Verpflichtung. Denn auch teure Kleidung ist nicht automatisch gut.

Greenpeace sieht genau hin, ob Zusagen auch Taten folgen. Zum Beispiel bei der Sportartikelmarke Adidas: Weil seit ihrer Detox-Verpflichtung im Jahr 2011 zu wenig passiert ist, hat Greenpeace Bade- und Kinderkleidung von Adidas nachgetestet, erneut bedenkliche Schadstoffe nachgewiesen und die Ergebnisse veröffentlicht. Zudem protestierten Anfang 2014 Greenpeace-Aktivisten vor Adidas-Läden in Asien und Europa, darunter auch in Frankfurt und in 34 anderen deutschen Städten. Dass es anders geht, zeigen Firmen wie Mango, H&M, Zara oder Puma, die glaubwürdig mit der Entgiftung ihrer Kleidung begonnen haben. Doch die Kampagne will noch mehr Modefirmen gewinnen und zu Umweltschutz, Mode ohne Gift, aber auch Arbeitssicherheit und gerechter Bezahlung verpflichten.

  Greenpeace bleibt am Ball!

Report "Rote Karte für Sportmarken" (2014/05)

Einkaufsratgeber Textillabel (2013/10)

Kurzinfo "Entgiftet unsere Kleidung" (2014/01) [Leporello A7]

Des Kaisers neue Kleider: Greenpeace weist Chemikalien in Luxus-Kinderbekleidung nach

Donnerstag 20.02.2014: Mit einem Fotoshooting der anderen Art hat Greenpeace Frankfurt heute vor dem Versace-Geschäft in der Goethestraße protestiert. In einer aktuellen Untersuchung weist Greenpeace nach, dass Kinderkleidung internationaler Luxusmarken teilweise mit gefährlichen Chemikalien belastet ist. Diese gelten als hormonell wirksam und potentiell krebserregend. Getestet wurden Kleidungsstücke und Kinderschuhe der Marken Versace, Dior, Dolce & Gabbana, Giorgio Armani, Hermès, Louis Vuitton, Marc Jacobs und Trussardi. Bei allen Herstellern außer Trussardi fanden sich schädliche Chemikalien. Zum flickr-Album der Aktion

Senden Sie Versace, Louis Vuitton und Dolce & Gabbana eine E-Mail,
in der Sie eine giftfreie Zukunft fordern!

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Detox Update: Primark will entgiften!

Die Billigmarke Primark unterschreibt die Detox-Verpflichtung von Greenpeace, nur knapp zwei Wochen nach der britischen Luxusmarke Burberry. Die irische Bekleidungsfirma ist damit das zwanzigste Unternehmen, das sich für eine giftfreie Textilproduktion verpflichtet. Beim Kinderkleidungstest "Kleine Monster im Kleiderschrank" von Greenpeace im Januar wurden auch Textilien von Primark und Burberry auf giftige Chemikalien wie etwa Nonylphenolethoxylat, per- und polyflourierte Chemikalien (PFC) oder Phtalate (Weichmacher) untersucht. Diese Chemikalien gelten als hochgiftig, hormonell wirksam und krebserregend. Einige PFC können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen führen. Ein in Deutschland gekauftes T-Shirt von Primark enthielt 11 Prozent Weichmacher (Phthalate). Dies ist ein für Kinderspielzeug in der EU unzulässiger Wert.
Bereits in den nächsten Monaten will Primark die ersten Abwasserdaten der Zulieferer – mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien – öffentlich machen. Damit können sich die Menschen in unmittelbarer Nähe der Fabriken in Zukunft über die Belastung ihrer Trinkwasserressourcen und Flüsse informieren. Primark will so für mehr Transparenz in der gesamten Lieferkette sorgen. Primark muss nun den Worten auch Taten folgen zu lassen, damit das Wasser in China und anderen Produktionsländern wieder sauberer wird. Außerdem muss Primark dringend die sozialen Bedingungen der Textilarbeiter verbessern. Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sollten Hand in Hand gehen. Die Marken sind dafür verantwortlich, beides zu garantieren.

Detox Update: Burberry will entgiften!

Die britische Luxusmarke Burberry will bis zum Jahr 2020 komplett auf den Gebrauch gefährlicher Chemikalien in der gesamten Produktionskette verzichten. Als Reaktion auf die Detox-Kampagne und weltweite Verbraucherproteste veröffentlichte Burberry am 28.01.2014 eine entsprechende Erklärung. Nun liegt es bei Burberry, die Verpflichtung auch umzusetzen. Burberry muss Daten über Lieferketten und Abwasser veröffentlichen und die gefährlichen Chemikalien verbannen.
Burberry hat eingewilligt, zunächst die Bekleidung zu entgiften, danach sollen bis zum Jahr 2020 alle weiteren Produkte der Marke folgen. Außerdem sollen bereits bis Juni 2014 die Abwasserdaten der Zulieferer – mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien - offengelegt werden. Bis Juli 2016 will Burberry alle per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) aus seiner Lieferkette eliminiert haben.

Burberry reagiert auf öffentlichen Druck

Der Entscheidung von Burberry war wochenlanger öffentlicher Druck von Greenpeace und Zehntausenden Unterstützern vorausgegangen. In Europa und Asien protestierten Greenpeace-Aktivisten vor den Burberry-Läden. Auf Facebook, Twitter und Instagram erreicht Burberry ein Millionenpublikum – und wurde dort von kritischen Konsumenten tausendfach dazu aufgefordert, seine Kleidung zu entgiften.

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