Essen und Trinken sind unsere tägliche Lebensgrundlage. Aber sie bedeuten auch Kultur, Genuß und Geselligkeit. Die bäuerliche Landwirtschaft hat unsere vielfältige Kulturlandschaft über Jahrhunderte und Jahrtausende geprägt. Aber längst steht die Erzeugung unserer Nahrungsmittel zu großen Teilen nicht mehr im Einklang mit der Natur. Die konventionelle Landwirtschaft ist zu einem der größten Umweltzerstörer geworden. Monokulturen mit massivem Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern vergiften unsere Böden und unser Trinkwasser. Agrarfabriken quälen unsere Nutztiere, die die menschliche Kultur seit Jahrtausenden begleitet haben. Und die Gentechnik soll die Probleme lösen, die mit solch einer Wirtschaftsweise zwangsläufig einher gehen müssen. Das jedoch ist nur Symptombekämpfung - die Ursachen aber bleiben. Eine solche Landwirtschaft ist auf Dauer nicht zukunftsfähig, und kann die Welt nicht ernähren. Der ökologische Landbau zeigt, dass es auch anders geht. Erzeuger, Handel und Politik sind gefordert, eine Kehrtwende zu vollziehen. Aber auch die Verbraucher sind gefragt. Mit deinem Einkaufskorb entscheidest Du - ja, genau Du - wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

 Aktionen & News
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Giftcocktail in Blumen


Video: Sebastian Zwang

Samstag 10. 05. 2014: Greenpeace Frankfurt hat heute in Baumärkten der Ketten Bauhaus, Hornbach und Toom Pflanzen mit Etiketten bestückt, auf denen steht: „Achtung: Pestizide gefährden Bienen!“ In bundesweit 38 Städten fand die Aktion statt. Grund des Protests ist die im April veröffentlichte Studie "Giftiger Garten Eden", für die Pflanzen aus Baumärkten und Gartencentern auf Pestizide geprüft wurden. In 79 Prozent der Proben wurden Rückstände von Agrargiften gefunden, die Bienen krank machen können. Bis zu zwölf Pestizide wurden in einzelnen Proben gefunden. Der Fund dieser Giftcocktails belegt, dass bei der Aufzucht der Zierpflanzen massiv Pestizide eingesetzt werden. Verbraucher servieren Bienen daher in ihren Gärten mit attraktiven Blüten unbeabsichtigt auch gefährliche Chemikalien.

Greenpeace hat die größten Bau- und Gartenmärkte Obi, Bauhaus, Toom, Hornbach und Hagebau gefragt, ob sie bienengefährliche Pestizide aus dem Sortiment nehmen und von ihren Pflanzenlieferanten einen Verzicht auf den Einsatz dieser Gifte verlangen. Das Ergebnis:  Bauhaus, Obi, Toom und Hornbach, haben die für Bienen gefährlichsten Stoffe aus ihren Regalen genommen. Hagebau zieht Ende des Jahres nach. Alle weigern sich jedoch, auf ihre Pflanzenlieferanten einzuwirken. Tipps, was Jeder im Garten und beim Einkauf für die Bienen tun kann, gibt es in unserem Ratgeber "Rette die Biene".

Vier der Wirkstoffe (Imidiacloprid und Clothianidin von Bayer, Thiamethoxam von Syngenta sowie Fipronil von BASF) belegte die EU im Dezember 2013 mit Anwendungseinschränkungen. Analysen von Bienenpollen und jetzt der Zierpflanzen zeigen jedoch, dass diese Pestizide immer noch in die Umwelt gelangen und somit Bestäuber gefährden. Denn die Anwendung ist weiterhin erlaubt im Gewächshausanbau, wo die meisten Zierpflanzen gezogen werden. Da es sich nicht um Lebensmittel handelt, gelten auch keine Rückstandsgrenzwerte.

Der hohe Pestizidverbrauch in der industriellen Landwirtschaft ist entscheidend am Bienensterben beteiligt. Die Gifte stören den Orientierungssinn und das Gedächtnis der Nützlinge. Die Landwirtschaft ist auf Bienen, Hummeln und Schwebfliegen dringend angewiesen, denn etwa dreißig Prozent der Nahrungsmittelproduktion hängen von ihrer Bestäubung ab.

Studie "Giftiger Garten Eden" (Zusammenfassung) (2014/04)
FactSheet Bienensterben und Insektizide (2014/05)
Kurzinfo Bienesterben (2013/06)
Ratgeber Rette die Biene (2013/08)

Grill mit gegen die Agrarindustrie!

Die Kampagne "Meine Landwirtschaft - unsere Wahl" ruft zur bundesweiten, dezentralen Grill-Demo auf : Im Vorfeld der Sommeraktion "Wir haben Agrarindustrie satt!" wird vom 23.-25. 08. 2013 vielerorts gegrillt. Greenpeace Frankfurt macht auch mit.


Wir grillen: Am Sa. 24.08. ab 14.00 Uhr auf dem Grillplatz am Waldspielpark Scheerpark (in der Nähe des Goetheturms)
Jeder ist herzlich eingeladen vorbeizukommen und mit zu grillen. Grillgut und Geschirr/Besteck bringt jeder selbst mit!


Oder schmeissen Sie selbst eine Grillparty bei sich und laden Ihre Freunde ein:
Tragen Sie Ihre Grill-Party auf der Karte ein:
http://www.wir-haben-es-satt.de/start/grill-demo/und-so-gehts/
Anschließend können Sie dort auch Fotos von Ihrer Grillparty hochladen.
Zeigen Sie, dass Sie auch gegen die Agrarindustrie grillen werden. Ihre Angaben werden nur ungefähr veröffentlicht, den genauen Ort erfahren nur Ihre Freunde.

In der Grillsaison läuft die Agrarindustrie auf Hochtouren. Koteletts, Hähnchenschenkel und Bratwürstchen werden auf den Grill gelegt – von Hühnern, Rindern und Schweinen aus Massentierhaltung, mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert und mit Antibiotika vollgepumpt. Das haben wir satt! Bei uns kommt etwas Anderes auf den Grill! Ob Tofuwürstchen, Gemüse, regionales Landschwein, Bio-Schnitzel oder Schafskäse – in der ganzen Bundesrepublik grillen Menschen für eine bäuerliche Landwirtschaft und eine bessere Agrarpolitik. Kurz vor der Bundestagswahl ist unsere Botschaft an eine neue Bundesregierung: Läutet die Agrarwende ein – mit klaren Tierschutzbestimmungen, einer massiven Beschränkung des Antibiotika-Einsatzes und hohen Hürden für den Bau neuer Megaställe. Statt der Agrarindustrie gehören bäuerliche Betriebe gefördert, die hohe Umwelt- und Sozialstandards einhalten!

Machen Sie mit und nutzen Sie Ihre Grill-Party zur Diskussion über die Zukunft unseres Essens! Ob vegan, vegetarisch, regionales & artgerechtes oder Bio-Fleisch - Sie entscheiden, was auf den Grill kommt! Für Bauernhöfe statt Agrarindustrie! "Meine Landwirtschaft - unsere Wahl" wird von Organisationen und Initiativen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen getragen, die sich mit Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Verbraucherschutz, Gesundheit, regionaler und internationaler Entwicklung befassen.

Wir haben es satt!

Demo gegen Agrarindustrie am 31.08.2013 in Wietze/Niedersachsen

Nach den erfolgreichen „Wir haben es satt!“- Demonstrationen in Berlin im Januar, an denen auch Greenpeace Frankfurt teilgenommen hat, wollen wir nun gerne auf die große Sommeraktion der Kampagne "Meine Landwirtschaft" vor den Bundestagswahlen hinweisen. „Meine Landwirtschaft“ wird getragen von Organisationen und Initiativen aus den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Verbraucherschutz, Gesundheit, regionaler und internationaler Entwicklung befassen.

An einen Brennpunkt der Agrarindustrie, Symbol für die verfehlte Agrarpolitik der Bundesregierung, dem größten Geflügelschlachthof Europas in Wietze/Niedersachsen, in dem 430.000 Hühner täglich geschlachtet werden sollen, findet am Samstag, den 31.8.  eine bunte Demonstration für „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ mit Menschenkette um den Schlachthof und anschließendem Konzert statt. Vom 29.8.-1.9. gibt es dort ein Sommercamp mit Workshops, Podiumsdiskussion, Bauernfrühstück u.v.m.

Vorab ruft die Kampagne "Meine Landwirtschaft" gemeinsam mit Campact am vorletzten Augustwochenende vom 23.-25.8.13 dezentral zum „Grillen gegen Agrarindustrie“ auf. Alle weiteren Infos finden Sie auf der Seite von meine-landwirtschaft.de

 

Bienenkiller stoppen! – Greenpeace Frankfurt protestiert vor Baumärkten

Sa. 22.06.2013 - Greenpeace Frankfurt hat  vor dem Obi-Baumarkt in der Mörfelder Landstraße und vor dem toom-Baumarkt in der Friedberger Landstraße gegen den Verkauf von Insektenvernichtungsmitteln protestiert, die lebensgefährlich für Bienen sind. In insgesamt 50 deutschen Städten protestierten Greenpeace-Aktivisten gegen die drei Baumarktketten Obi, Praktiker und toom.

 

Mit gelber, abwaschbarer Sprühkreide wurden stilisierte tote Bienen und der Schriftzug „Pestizide töten Bienen“ aufgebracht. (Bilder von unserer Aktion in unserem flickr-Album). Den Filialleitern wurde eine Infomappe zum Thema übergeben, mit der Forderung sich bei den Konzernzentralen für eine umgehende Auslistung aller bienengefährdenden Produkte einzusetzen. Schauen Sie auch auf die Greenpeace Kampagnenwebseite bienenschutz.org, dort gibt es weitere Infos rund ums Thema Biene und eine Unterschriftenaktion an Bundeslandwirtschaftministerin Aigner!


Video: Sebastian Zwang, Greenpeace Frankfurt a.M.

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