Essen und Trinken sind unsere tägliche Lebensgrundlage. Aber sie bedeuten auch Kultur, Genuß und Geselligkeit. Die bäuerliche Landwirtschaft hat unsere vielfältige Kulturlandschaft über Jahrhunderte und Jahrtausende geprägt. Aber längst steht die Erzeugung unserer Nahrungsmittel zu großen Teilen nicht mehr im Einklang mit der Natur. Die konventionelle Landwirtschaft ist zu einem der größten Umweltzerstörer geworden. Monokulturen mit massivem Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern vergiften unsere Böden und unser Trinkwasser. Agrarfabriken quälen unsere Nutztiere, die die menschliche Kultur seit Jahrtausenden begleitet haben. Und die Gentechnik soll die Probleme lösen, die mit solch einer Wirtschaftsweise zwangsläufig einher gehen müssen. Das jedoch ist nur Symptombekämpfung - die Ursachen aber bleiben. Eine solche Landwirtschaft ist auf Dauer nicht zukunftsfähig, und kann die Welt nicht ernähren. Der ökologische Landbau zeigt, dass es auch anders geht. Erzeuger, Handel und Politik sind gefordert, eine Kehrtwende zu vollziehen. Aber auch die Verbraucher sind gefragt. Mit deinem Einkaufskorb entscheidest Du - ja, genau Du - wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

 Aktionen & News
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Bienenfreundliches Frankfurt – Lebensraum und Nahrung für Biene & Co. schaffen

 

Greenpeace Frankfurt beim 10. Frankfurter Freiwilligentag

Beim Frankfurter Freiwilligentag (http://www.buergerinstitut.de/freiwilligentag/10.-Frankfurter-Freiwilligentag) war dieses Jahr auch Greenpeace Frankfurt mit dabei. Zum Auftakt der Bienen-Kampagne, die Greenpeace dieses Jahr gestartet hat, boten wir ein Projekt an, um Lebensraum und Nahrung für Biene & Co. zu schaffen.

Bei der Aktion erfuhren die Teilnehmer einiges Wissenswerte zum Thema Bienen & Insekten und lernten, wie man ein „Insektenhotel“ als Nistplatz für nützliche Wildinsekten baut. An einem schönen Platz am Schwanheimer Ufer wurde dies gleich praktisch in die Tat umgesetzt. Gemeinsam haben wir eine Fläche in der Mitte der Schwanheimer Uferstraße mit bienenfreundlichen Pflanzen wie Phacelia, Rotklee, Lupinen etc. eingesät. Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich beim Frankfurter Grünflächenamt, die uns diese Fläche zur Verfügung gestellt haben. Zusammen wurde auch ein Insektenhotel gebaut, das dort aufgestellt wurde, außerdem hatten die Teilnehmer auch die Möglichkeit, ein kleines Insektenhotel für den eigenen Balkon oder Garten zu bauen. 

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Iss gut jetzt! Bildungsmaterial zu (umwelt-) bewusstem Essen

Nahrungsmittelskandale sind heute fast schon so alltäglich wie das entsprechende Brot – mal heißen sie BSE, mal geht es um Dioxine, mal um Antibiotika. Aktuell bestimmt die Entdeckung von Pferdefleisch anstelle von Rindfleisch in Fertigprodukten die öffentliche Debatte. Stets stimmt etwas nicht mit unserer Art der Herstellung oder dem Umganges mit Lebensmitteln und deren „Rohstoffen“: Industrielle Produktion und Vermarktung bestimmen maßgeblich das Geschehen, natürliche Produktionsbedingungen werden nur noch über die begleitende Werbung transportiert, die meist nichts mehr mit der Wirklichkeit zu tun hat.
Mit unseren neuen Bildungsmaterialien möchten wir Lehrerinnen und Lehrer unterstützen, ihren Blick und den ihrer Schülerinnen und Schüler auf die Hintergründe und Zusammenhänge der Nahrungsproduktion lenken und aufzeigen, was es zu bedenken gilt, welche anderen Wege es gibt und welche eigenen Handlungsmöglichkeiten bestehen.
Das für Schüler aller Schularten ab Klasse 5 entwickelte Material knüpft an die Lebenswelt der Jugendlichen an und bietet ihnen eigene Handlungsmöglichkeiten. Das Bildungsmaterial ist kostenfrei erhältlich. Es berücksichtigt unterschiedliche Leistungsniveaus und ist an die Bildungspläne angebunden. Das Bildungsmaterial "Iss gut jetzt!" enthält verschiedene Unterrichtseinheiten. In vier Arbeitsblättern geht es um die Frage, was in unserem Essen steckt über die Folgen für die Umwelt bis hin zu Alternativen beim Einkaufen. Es soll Fünft- bis Achtklässler sensibilisieren, über Produktion, Ressourcenverbrauch und Konsum nachzudenken. Ausgewählte Tipps zu Literatur, Links und Filmen runden das Material ab. Das Material können Sie sich hier als pdf herunterladen.

Essen im Eimer - Lebensmittelverschwendung stoppen!

Laut einer aktuellen Studie landen in Deutschland jedes Jahr im Schnitt elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Etwa zwei Drittel werden von den Haushalten weggeworfen. Im Schnitt wirft jeder Bundesbürger 53 Kilogramm Lebensmittel im Wert von 235 € pro Jahr weg, die noch verzehrbar gewesen wären.

Die Produktion unserer Lebensmittel verbraucht viel Energie, Wasser und andere Ressourcen. Oft ist die Erzeugung wenig umweltfreundlich. Auch verbraucht sie weltweit enorme Flächen, z. B. für die Produktion von Futtermitteln. Für unsere Ernährung in Deutschland nutzen wir weltweit fast 19 Millionen Hektar Fläche (ein Hektar entspricht etwa eineinhalb Fußballfeldern). Würden alle unnötigen Lebensmittelabfälle in Deutschland vermieden, so benötigten wir weltweit 2,4 Millionen Hektar Fläche weniger, das entspricht etwa der Größe Mecklenburg-Vorpommerns. Flächen die anderweitig zur Verfügung stehen würden. Unser verschwenderisches Verhalten in den Industrieländern verschärft somit auch das Hungerproblem in der Welt.

In unserer neuen Broschüre informieren wir, welche Umweltauswirkungen unsere Verschwendung weltweit hat und geben Tipps, was Jeder einzelne tun kann, um die Verschwendung zu reduzieren.

 Broschüre "Essen im Eimer" 2012/10

McDonald’s liebt Gen-Burger

Am Sa. 15.11.2014 hat Greenpeace Frankfurt vor der McDonald’s-Filiale an der Konstabler Wache gegen Gen-Futter demonstriert. Zeitgleich fand auch in 43 anderen Städten der Protest statt. McDonald’s lässt nach 13 Jahren wieder Gen-Pflanzen an die Hähnchen für seine Geflügelprodukte verfüttern. Das hatte der Konzern im April diesen Jahres bekannt gegeben. Mit Strohballen und drei Plakatmotiven – die bei einem Kreativ-Wettbewerb zur Kampagne, den Greenpeace ausgerufen hatte, als Gewinner gewählt wurden – machten die Aktivisten darauf aufmerksam, dass Verbraucher über die Verwendung von Gentechnik in McDonald’s-Produkten im Unklaren gelassen werden.

Zum flickr-Album der Protestfotos und weiterer Aktionsbilder
Schreibe jetzt eine Protestmail an McDonald’s!
Kunden und Passanten konnten sich mit den Motiven fotografieren lassen und so zeigen, dass auch sie keine Gentechnik bei McDonald’s wollen. Die Aktion fand regen Zuspruch. Auch eine Protestpostkarte konnte man unterschreiben. Alle 150 Postkarten, die wir vor Ort dabei hatten, waren schon nach kurzer Zeit unterschrieben. Im Anschluß an die Aktion wurden sie dem Filialleiter zusammen mit einer Infomappe übergeben. Er war sehr aufgeschlossen für ein Gespräch, und sagte zu, die Postkarten an die Deutschlandzentrale nach München weiterzuleiten.

An die Hähnchen wird hauptsächlich Gen-Soja aus Südamerika verfüttert. Beim Anbau von Gen-Pflanzen werden viele Gifte eingesetzt und die Artenvielfalt zerstört. Auch die Gesundheit der Menschen in den Anbauregionen wird gefährdet. Gentechnik ist das Gegenteil einer nachhaltigen Landwirtschaft. Dem Fast-Food-Riesen ist Umweltschutz zu teuer. Damit Chickenburger und Nuggets billig bleiben, nimmt McDonald’s neben miserablen Tierhaltungsbedingungen die riskante Gentechnik in Kauf. Dabei würde ein gentechnikfrei produzierter Chickenburger nur 1 Cent mehr kosten. Bei den Hamburgern und Cheeseburgern sieht es nicht besser aus. Rindfleisch und Milchprodukte stammten – im Gegensatz zu den Geflügelprodukten – bei McDonald’s noch nie aus gentechnik-freier Fütterung. Doch auch hier wäre es für den Burgerkonzern machbar, umzustellen. Zahlreiche Molkereien in Deutschland verarbeiten Milch aus gentechnik-freier Fütterung. Und das Rinderhack für die Burger bei McDonald’s stammt von geschlachteten Milchkühen.

McDonald’s-Zentralen in einzelnen europäischen Ländern zeigen zumindest beim Geflügel, dass es auch weiterhin ohne Gentechnik geht. So erhalten Kunden in Frankreich, Österreich und der Schweiz Chickenburger und Nuggets ohne Gentechnik. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland möchte keine Gentechnik in ihren Lebensmitteln – auch nicht indirekt über das Tierfutter. McDonald’s Deutschland ignoriert diesen Wunsch.

Greenpeace fordert:
Als ersten Schritt muss McDonald’s Deutschland die gentechnik-freie Geflügelfütterung wieder garantieren
Umstellung auf gentechnik-freie Fütterung auch bei Rindern und Schweinen
Umstellung auf artgerechte Tierhaltung und nachhaltige Anbausysteme

Wieviel Umsatz macht McDonald’s? Woher stammt das Fleisch? Mehr Infos in unserem
FactSheet "Gentechnik bei McDonald’s Deutschland (2014/09)

Welche Umweltauswirkungen hat der Anbau von Gen-Soja? Mehr Infos in unserem
FactSheet "Gefährliche Gen-Soja" (2014/09)

Protestpostkarte ausdrucken und an McDonald’s schicken:
Protestpostkarte an McDonald’s

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Montag, 03.07.2017 um 18:00 Uhr

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