Essen und Trinken sind unsere tägliche Lebensgrundlage. Aber sie bedeuten auch Kultur, Genuß und Geselligkeit. Die bäuerliche Landwirtschaft hat unsere vielfältige Kulturlandschaft über Jahrhunderte und Jahrtausende geprägt. Aber längst steht die Erzeugung unserer Nahrungsmittel zu großen Teilen nicht mehr im Einklang mit der Natur. Die konventionelle Landwirtschaft ist zu einem der größten Umweltzerstörer geworden. Monokulturen mit massivem Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern vergiften unsere Böden und unser Trinkwasser. Agrarfabriken quälen unsere Nutztiere, die die menschliche Kultur seit Jahrtausenden begleitet haben. Und die Gentechnik soll die Probleme lösen, die mit solch einer Wirtschaftsweise zwangsläufig einher gehen müssen. Das jedoch ist nur Symptombekämpfung - die Ursachen aber bleiben. Eine solche Landwirtschaft ist auf Dauer nicht zukunftsfähig, und kann die Welt nicht ernähren. Der ökologische Landbau zeigt, dass es auch anders geht. Erzeuger, Handel und Politik sind gefordert, eine Kehrtwende zu vollziehen. Aber auch die Verbraucher sind gefragt. Mit deinem Einkaufskorb entscheidest Du - ja, genau Du - wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

 Aktionen & News
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Bienenkiller stoppen! – Greenpeace Frankfurt protestiert vor Baumärkten

Sa. 22.06.2013 - Greenpeace Frankfurt hat  vor dem Obi-Baumarkt in der Mörfelder Landstraße und vor dem toom-Baumarkt in der Friedberger Landstraße gegen den Verkauf von Insektenvernichtungsmitteln protestiert, die lebensgefährlich für Bienen sind. In insgesamt 50 deutschen Städten protestierten Greenpeace-Aktivisten gegen die drei Baumarktketten Obi, Praktiker und toom.

 

Mit gelber, abwaschbarer Sprühkreide wurden stilisierte tote Bienen und der Schriftzug „Pestizide töten Bienen“ aufgebracht. (Bilder von unserer Aktion in unserem flickr-Album). Den Filialleitern wurde eine Infomappe zum Thema übergeben, mit der Forderung sich bei den Konzernzentralen für eine umgehende Auslistung aller bienengefährdenden Produkte einzusetzen. Schauen Sie auch auf die Greenpeace Kampagnenwebseite bienenschutz.org, dort gibt es weitere Infos rund ums Thema Biene und eine Unterschriftenaktion an Bundeslandwirtschaftministerin Aigner!


Video: Sebastian Zwang, Greenpeace Frankfurt a.M.

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Bienenfreundliches Frankfurt – Lebensraum und Nahrung für Biene & Co. schaffen

 

Greenpeace Frankfurt beim 10. Frankfurter Freiwilligentag

Beim Frankfurter Freiwilligentag (http://www.buergerinstitut.de/freiwilligentag/10.-Frankfurter-Freiwilligentag) war dieses Jahr auch Greenpeace Frankfurt mit dabei. Zum Auftakt der Bienen-Kampagne, die Greenpeace dieses Jahr gestartet hat, boten wir ein Projekt an, um Lebensraum und Nahrung für Biene & Co. zu schaffen.

Bei der Aktion erfuhren die Teilnehmer einiges Wissenswerte zum Thema Bienen & Insekten und lernten, wie man ein „Insektenhotel“ als Nistplatz für nützliche Wildinsekten baut. An einem schönen Platz am Schwanheimer Ufer wurde dies gleich praktisch in die Tat umgesetzt. Gemeinsam haben wir eine Fläche in der Mitte der Schwanheimer Uferstraße mit bienenfreundlichen Pflanzen wie Phacelia, Rotklee, Lupinen etc. eingesät. Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich beim Frankfurter Grünflächenamt, die uns diese Fläche zur Verfügung gestellt haben. Zusammen wurde auch ein Insektenhotel gebaut, das dort aufgestellt wurde, außerdem hatten die Teilnehmer auch die Möglichkeit, ein kleines Insektenhotel für den eigenen Balkon oder Garten zu bauen. 

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McDonald’s liebt Gen-Burger

Am Sa. 15.11.2014 hat Greenpeace Frankfurt vor der McDonald’s-Filiale an der Konstabler Wache gegen Gen-Futter demonstriert. Zeitgleich fand auch in 43 anderen Städten der Protest statt. McDonald’s lässt nach 13 Jahren wieder Gen-Pflanzen an die Hähnchen für seine Geflügelprodukte verfüttern. Das hatte der Konzern im April diesen Jahres bekannt gegeben. Mit Strohballen und drei Plakatmotiven – die bei einem Kreativ-Wettbewerb zur Kampagne, den Greenpeace ausgerufen hatte, als Gewinner gewählt wurden – machten die Aktivisten darauf aufmerksam, dass Verbraucher über die Verwendung von Gentechnik in McDonald’s-Produkten im Unklaren gelassen werden.

Zum flickr-Album der Protestfotos und weiterer Aktionsbilder
Schreibe jetzt eine Protestmail an McDonald’s!
Kunden und Passanten konnten sich mit den Motiven fotografieren lassen und so zeigen, dass auch sie keine Gentechnik bei McDonald’s wollen. Die Aktion fand regen Zuspruch. Auch eine Protestpostkarte konnte man unterschreiben. Alle 150 Postkarten, die wir vor Ort dabei hatten, waren schon nach kurzer Zeit unterschrieben. Im Anschluß an die Aktion wurden sie dem Filialleiter zusammen mit einer Infomappe übergeben. Er war sehr aufgeschlossen für ein Gespräch, und sagte zu, die Postkarten an die Deutschlandzentrale nach München weiterzuleiten.

An die Hähnchen wird hauptsächlich Gen-Soja aus Südamerika verfüttert. Beim Anbau von Gen-Pflanzen werden viele Gifte eingesetzt und die Artenvielfalt zerstört. Auch die Gesundheit der Menschen in den Anbauregionen wird gefährdet. Gentechnik ist das Gegenteil einer nachhaltigen Landwirtschaft. Dem Fast-Food-Riesen ist Umweltschutz zu teuer. Damit Chickenburger und Nuggets billig bleiben, nimmt McDonald’s neben miserablen Tierhaltungsbedingungen die riskante Gentechnik in Kauf. Dabei würde ein gentechnikfrei produzierter Chickenburger nur 1 Cent mehr kosten. Bei den Hamburgern und Cheeseburgern sieht es nicht besser aus. Rindfleisch und Milchprodukte stammten – im Gegensatz zu den Geflügelprodukten – bei McDonald’s noch nie aus gentechnik-freier Fütterung. Doch auch hier wäre es für den Burgerkonzern machbar, umzustellen. Zahlreiche Molkereien in Deutschland verarbeiten Milch aus gentechnik-freier Fütterung. Und das Rinderhack für die Burger bei McDonald’s stammt von geschlachteten Milchkühen.

McDonald’s-Zentralen in einzelnen europäischen Ländern zeigen zumindest beim Geflügel, dass es auch weiterhin ohne Gentechnik geht. So erhalten Kunden in Frankreich, Österreich und der Schweiz Chickenburger und Nuggets ohne Gentechnik. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland möchte keine Gentechnik in ihren Lebensmitteln – auch nicht indirekt über das Tierfutter. McDonald’s Deutschland ignoriert diesen Wunsch.

Greenpeace fordert:
Als ersten Schritt muss McDonald’s Deutschland die gentechnik-freie Geflügelfütterung wieder garantieren
Umstellung auf gentechnik-freie Fütterung auch bei Rindern und Schweinen
Umstellung auf artgerechte Tierhaltung und nachhaltige Anbausysteme

Wieviel Umsatz macht McDonald’s? Woher stammt das Fleisch? Mehr Infos in unserem
FactSheet "Gentechnik bei McDonald’s Deutschland (2014/09)

Welche Umweltauswirkungen hat der Anbau von Gen-Soja? Mehr Infos in unserem
FactSheet "Gefährliche Gen-Soja" (2014/09)

Protestpostkarte ausdrucken und an McDonald’s schicken:
Protestpostkarte an McDonald’s

EU-Parlament stützt gentechnik-freie Landwirtschaft

Wie sollen die Gentechnik-Anbauverbote in der EU künftig gehandhabt werden? Die Debatte um die konkrete Ausgestaltung des sogenannten "Opt-Out" schwelt seit Monaten. Dabei geht es darum, wie die einzelnen Mitgliedsstaaten in Zukunft Anbauverbote für Gen-Pflanzen erlassen können. Darüber begannen in Brüssel gestern die Verhandlungen. Am Vormittag legte das Parlament eine gemeinsame Position fest - und traf damit eine zukunftsweisende Entscheidung für gentechnikfreie Landwirtschaft.

Enthalten sind viele Verbesserungsvorschläge von Umweltschutz- und Landwirtschaftsverbänden. Der Entwurf der Minister vom Sommer war auf vehemente Kritik von gentech-kritischen Abgeordneten und NGOs gestoßen. Darin war beispielsweise vorgesehen, dass als erster Schritt ("Phase 1") die Regierung eines Landes bei den Gentec-Konzeren beantragen muss, ihr Land aus dem Zulassungsantrag herauszunehmen. Unsere Regierungen, die Umwelt und Bürger schützen sollen, hätten als Bittsteller bei den Agrarkonzeren vorstellig werden müssen. Vorgesehen war auch, dass ein Anbauverbot frühestens zwei Jahre nach Zulassung erlassen werden kann. Auch sollten die Anbauverbote nach EU-Binnenmarktrecht verankert werden – nach Ansicht von Experten rechtlich äußerst unsicher und leicht von der Industrie auszuhebeln. Außerdem dürften Verbote nicht mit Umweltrisiken begründet werden. Diese Risiken sind allerdings das Hauptargument gegen Gen-Pflanzen.

Nun gibt es eine Gegenposition zum konzernfreundlichen Kurs der EU-Kommission, dem auch der Ministerrat gefolgt war. Nach der EU-Kommission und dem EU-Umweltministerrat hat nun mit dem EU-Parlament die dritte an den Verhandlungen beteiligte Partei ihre Meinung zum Umgang mit Gen-Pflanzen kundgetan – und zwar erfreulich kritisch. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat die gemeinsame Position mit 53 zu 11 Stimmen angenommen. Die kritischsten Punkte lehnt das Parlament ab. "Phase 1" wurde gestrichen, die Verbote sollen nach Umweltrecht verankert werden und Umweltrisiken als Begründung möglich sein.

Die Entwürfe von Kommssion und Rat, die einem Kniefall vor der Gentech-Lobby gleichkommen, sind durch den Vorschlag des Parlaments entscheidend verbessert worden. Die Debatten werden sich bis Dezember hinziehen. Im Januar sollen die Minister der Mitgliedstaaten und das Parlament dann den endgültigen Kompromiss beschließen. Doch auch wenn zu hoffen bleibt, dass am Ende ein starkes, rechtssicheres Instrument für nationale Anbauverbote kommt, darf nicht vergessen werden: das Zulassungsverfahren für Gen-Pflanzen in der EU ist nach wie vor absolut magelhaft, weil z. B. eine umfassende Risikobewertung fehlt. Bevor Gen-Pflanzen auf nationaler Ebene im Nachinein verboten werden, sollten sie erst gar nicht EU-weit zugelassen werden, wenn sie nicht ausreichend geprüft und für unbedenklich befunden worden sind.

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Montag, 04.09.2017 um 18:00 Uhr

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