Der neue Fischratgeber ist da

Sie essen gern Fisch; sind sich aber unsicher welchen Fisch Sie noch guten Gewissens essen dürfen? Die neue Auflage unseres Fischratgebers hilft Ihnen dabei.  Wenn wir auch morgen noch Fisch essen möchten, ist es allerhöchste Zeit gegen die Überfischung der Meere vorzugehen. Laut Schätzung der Welternährungsorganisation FAO sind weltweit ein Drittel der Speisefischbestände überfischt. Den neuen Fischratgeber gibt es als kleines Faltheftchen fürs Portemonnaie oder als Smartphone-Version. Der Fischratgeber bewertet über hundert Arten hinsichtlich ihrer ökologischen Nachhaltigkeit. Darüber hinaus gibt es eine Aufteilung zwischen  Wildfischerei und Aquakultur.
Ganz wichtig sind aber auch klare politische Regeln und behördliche Kontrollen durch die europäische Industriefischerei. Kürzlich berichtete Frontal 21 davon, dass die Crew des deutschen Fabrikschiffes „Jan Maria“ - Das Netz des Supertrawlers ist so groß, dass 13 Jumbojets darin Platz hätten –  aus reiner Profitgier mehr als 1,6 Millionen Kilogramm essbaren Hering!! verletzt oder tot wieder über Bord gekippt hat. Wie auch die Meeresbiologin Iris Menn von Greenpeace Deutschland sagte, hat die Gier der industriellen Fischerei die Meere vor unserer Haustür völlig geplündert. Jetzt geht der subventionierte Raubbau weltweit weiter. Da Fischbestände in EU-Gewässern massiv überfischt sind, plündern die Flotten längst andere Meeresregionen aus, zum Beispiel vor der Küste Westafrikas.

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EU-Parlament unterstützt Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

In seiner Sitzung am 06.02. stellte das Europäische Parlament in Straßburg klar, dass die europäische Fischerei nachhaltiger werden muss. Es kann nicht sein, dass 40 Prozent der gefangenen Fische, der sog. Beifang, verletzt oder tot ins Meer zurück geworfen werden.

Wie bereits mehrfach auch von Greenpeace gefordert, muss in einem ersten Schritt diese Quote unbedingt auf den Fang angerechnet werden. Darüber hinaus will Greenpeace erreichen, dass der Rückwurf von Beifang schrittweise reduziert und ab 2017 komplett verboten wird. Bereits heute gelten 47 Prozent der atlantischen Bestände und rund 90 Prozent der Mittelmeerbestände als überfischt. Die Folgen dieser Überfischung sind dramatisch, da EU-Schiffe nun auch vor nicht-europäischen, so etwa vor afrikanischen Gewässern fischen und somit die dort lebenden Fischer ihrer Erwerbsquelle berauben. Teilweise reicht der Fang der afrikanischen Fischer nicht einmal aus, um ihren Eigenbedarf zu decken.

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Plündern der Meere; koste es was es wolle

Am Montag, den 30. April, diskutierten wir bei Radio X (FM 91,8; KABEL 99,85) über die Einzigartigkeit unserer Meere und Meeresorganismen und wie wir sie schützen und erhalten können.

Im Einzelnen ging es um die gemeinsame Fischereipolitik (GFP), die katastrophalen Zustände der industriellen Ausbeutung vor der afrikanischen Westküste, den Schutz des Sylter Außenriffs und um die größte Müllhalde der Welt, dem riesigen Plastikstrudel zwischen Hawaii und den USA.

Darüber hinaus stellten wir den neuen Fischratgeber vor. Er passt in jedes Portemonnaie.

Ende des Jahres wird die GFP der EU erneut die Fangquoten festlegen. Die Fischereigesetzgebung wird alle zehn Jahre neu abgeschlossen. Das ist die Gelegenheit, endlich die dringendsten Forderungen von Greenpeace umzusetzen. Dazu zählen u.a. die Festsetzung niedriger Fangquoten, die Verkleinerung der Fangflotten der EU und ein Rückwurfverbot des unerwünschten Beifangs. Um die Fangobergrenzen einzuhalten, werfen die Fischer unerwünschte Fische einfach ins Meer zurück. Nach einer Studie der EU-Kommission werden je nach Art bis zu 98% der gefangenen Meerestiere zurück ins Meer geworfen – viele von ihnen tot.

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Der Mensch und das Meer

Am 17.03.2012 war es endlich mal wieder soweit. Die Meeresgruppe war mit einem Infostand am Liebfrauenberg in Frankfurt. Sehr gefreut hat uns das rege Interesse der Passanten. Viele wollten wissen welchen Fisch man denn eigentlich noch essen kann. Der Fischführer wurde reichlich nachgefragt. Wir konnten 300 Exemplare verteilen und erhielten 132 Unterschriften von Leuten die sich beim Thema Gemeinsame Fischereipolitik der EU einmischen wollten.

Die gemeinsame Fischereipolitik (GFP) der EU regelt wer wann, wo, wie viel fischen darf. Die einzelnen Länder haben leider auf die Fischereipolitik wenig Einfluss, da sie vom Parlament und dem Rat der EU gesteuert wird.

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Alarmstufe ROT für die Meere

Am 30. November war die Meeresgruppe in Frankfurt unterwegs, um der Bevölkerung die katastrophale Lage der Meere vor Augen zu führen. Mehr als 350 Fischführer konnten unter die Leute gebracht werden. Die Nachfrage war einfach enorm. Doch trotz aufgeklärter Bürger sind die Meere nahezu leergefischt und immer noch stampfen die gigantischen Fisch-Trawler hinaus um den letzten Fisch zu jagen. 88 Prozent der europäischen Fischbestände sind überfischt.

Wie können wir diesem Raubbau der Meere entgegenwirken? Die Antwort ist einfach: Wir müssen weniger und bewusster Fisch essen und zwar aus gesunden Beständen, die mit schonenden Methoden gefischt wurden. Greenpeace fordert bereits seit Jahren die Einrichtung von Schutzgebieten. 40 Prozent der Weltmeere müssen als Schutzgebiete ausgewiesen werden. Allerdings reicht allein die Ausweisung der Schutzgebiete nicht aus. Schutzgebiete müssen gemanagt werden und es muss sichergestellt sein, dass keinerlei menschliche Aktivitäten zulässig sind. Dies regelt die gemeinsame Fischereipolitik (GFP) der EU. Die einzelnen Länder haben aber auf die Fischereipolitik wenig Einfluss, da sie vom Parlament und dem Rat der Europäischen Union gesteuert wird.

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