Regenwälder Südostasiens

Ausdehnung
Die Regenwälder Südostasiens gehören zu den ältesten der Welt. Sie sind verteilt auf den Inseln Borneo, Sumatra und Neu Guinea. Indonesien hat eine Größe von 1900000 qkm, und war vor Eingreifen des westlichen Menschen vollständig mit Wald bedeckt. Heute spricht man noch von 600000 qkm Regenwald, wobei jährlich mindestens 6000qkm zerstört werden, Tendenz nach wie vor steigend.

Tiere & Pflanzenarten
Orang-Utan, Paradiesvogel und Sumatra-Nashorn, mehr als 2200 verschiedene Orchideenarten und die Riesenblüte der Rafflesia sind nur Stellvertreter für die atemberaubende Artenvielfalt in Tier- und Pflanzenreich.

Entwicklung
Zwei Drittel des einstigen Waldbestandes sind bereits verschwunden und zahlreiche Lebewesen, wie der Orang-Utan, der weltweit nur in den Regenwäldern Sumatras und Borneos vorkommt, vom Aussterben bedroht. Der Bestand der Sumatra Orang-Utans ist seit 1900 um 91% geschrumpft. Seit 1950, also in nur 60 Jahren, sind 740000 qkm Indonesiens Regenwälder zerstört worden, und von den verbleibenden sind viele schwer beschädigt.

Bedrohung
Die Regenwälder und somit die reiche Tier- und Pflanzenwelt, vor allem Indonesiens, sind durch Rodung und Brandrodung zur Ackerlandgewinnung sehr stark bedroht. Die rasend schnelle Vernichtung jahrhundertealter Waldbestände wird angetrieben von der stetig steigenden globalen Nachfrage nach Papier- und vor allem Palmöl- und Sojaprodukten. Torfmoorfelder setzten nach Rodung größere Mengen Kohlendioxid frei als normaler Waldboden, unter anderem deshalb ist Indonesien nach China und den USA zum drittgrößten Kohlendioxid-Emittenten der Welt aufgestiegen.

Bürobedarf, Kopierpapier und Hygieneartikel

Bei der Wahl von Druck- und Kopierpapieren sollte man ausschließlich Papiere, die mit dem „blauen Engel“ oder mit dem Siegel „Ökopa“ bzw. „Ökopa Plus“ ausgezeichnet sind verwenden. Auch Schulhefte, Ringblöcke, Notizzettel, Briefumschläge und Taschenkalender sind bereits mit diesen Siegeln zu bekommen. Für Anwendungen, bei denen Papier auf Altpapierbasis nicht geeignet ist (z.B. Bewerbungen, Verträge oder Urkunden), sollte unbedingt Papier mit „FSC-Zertifizierung“ gewählt werden.
Papier sollte grundsätzlich immer doppelseitig genutzt werden. Zusätzlich führen Ausdrücke in verkleinerter Schriftgröße und doppelseitige Drücke zu einem verringerten Papierverbrauch.
In Schulen, Bibliotheken und Büros können an den Kopierern einseitige Fehldrücke eingesammelt und weiterverwendet werden.
Dies schont nicht nur die Waldbestände sondern auch den Geldbeutel!

Damit weder für das Taschentuch noch für das Toilettenpapier ein Baum sterben muss, sollte auch hier zu den mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichneten Produkten gegriffen werden. Von Hygienepapieren auf Altpapierbasis gehen keine gesundheitlichen Risiken aus, da das Altpapier im Rahmen der Herstellung zuerst aufgekocht werden muss und damit Keime abgetötet werden. Benutzte Hygieneartikel gehören in die Restmülltonne und werden daher nicht wieder zu Papierprodukten recycelt. Besonders gefärbtes und mit Duftstoffen versehenes Klopapier ist unnötig und nicht gesünder als Klopapier auf Altpapierbasis.
Als Alternative zu Papierservietten können waschbare Textilserviette eingesetzt werden. Dies gilt auch für Taschentücher, welche aber in regelmäßigen Abständen gewaschen werden sollten.

 

 

 

Zeitschriften und Bücher

Da viele Zeitschriften und Bücher weder auf Altpapierbasis noch mit FSC-Zertifizierungen erhältlich sind, sollte man, wenn möglich Bücher ausleihen oder als Secondhandware beziehen. Gleiches gilt für Zeitschriften und Magazine, vielleicht gibt es auch Gelegenheiten, in denen man sich Zeitschriften mit Arbeitskollegen, Freunden oder Verwandten teilen kann.

In vielen Städten gibt es inzwischen in den Straßen und an öffentlichen Plätzen aufgestellte Büchertauschkästen, wo man bereits gelesene Bücher abgeben bzw. mitnehmen kann. In Frankfurt befindet sich jeweils einer in Bornheim am Merianplatz und in Niederrad in der Bruchfeldstraße.

Einkauf

Beim wöchentlichen Einkauf sollten grundsätzlich Einweg-Kunststoff und Papiertüten durch mitgebrachte Stoffbeutel oder Rucksäcke ersetzt werden. Dies beweist sich als besonders vorteilhaft beim Kauf von Obst und Gemüse, sowie bei Brot.
Getränkekartons bestehen aus einer Papierschicht kombiniert mit Alufolie oder einer Wachschicht. Da aus hygienischen Gründen die Papierschicht nicht aus Altpapier hergestellt werden darf, müssen hierfür Bäume gefällt werden. Um Waldrodungen und monotone Baumplantagen nicht zu unterstützen, sollte Milch, Obstsäfte und passierte Tomaten immer in der gläsernen Verpackung gekauft werden.

Lebensmittel und Haushalt

Bei genauerem Hinsehen auf die Zutatenliste von Lebensmitteln begegnet man sehr häufig der Bezeichnung „pflanzliche Fette“. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Vielzahl von pflanzlichen fetten und Ölen z.B. aus Sojabohnen, Rapps, Sonnenblumenkernen und Palmkernen etc. Besonders das Palmöl ist kritisch zu sehen, da für das Anlegen von Palmölplantagen in Indonesien, welcher zusammen mit Malaysia der größte Palmölproduzent ist, gigantische Urwaldflächen gerodet werden müssen. Somit steht die Verwendung von Palmöl in direktem Zusammenhang mit der Vernichtung von Urwaldgebieten in denen die letzten Urang-Utans ihr Zuhause haben. Palmöl ist in den meisten Formen von Schokoladen(-Riegeln), Margarinen, Fertigprodukten, Kosmetikartikeln und Haushaltsreinigungsmitteln enthalten.
Als Verbraucher kann man nicht direkt erkennen ob in einem Produkt Palmöl enthalten ist, da nur der Begriff „pflanzliche Fette“ angegeben ist. Ein kurzer Anruf bei dem Hersteller kann hier weiterhelfen, ansonsten haben wir eine Liste mit Lebensmitteln, Reinigungsmitteln und Kosmetikartikeln, die laut Herstellerangaben kein Palmöl enthalten zur Verfügung gestellt:
Liste Palmölfreie Produkte (pdf)

Weitere Infos, welche Unternehmen auf Palmöl in ihren Produkten verzichten, finden Sie unter:
http://weisse-liste-palmoel.npage.de/

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