Greenteams fordern: Keine Monster in unserem Kleiderschrank!

2014_02_26_Greenteams.pngDetox our fashion (englisch für: "Entgiftet unsere Mode") - Unter diesem Motto haben 21 Kinder aus 10 Greenteams und 5 Städten aus dem Rhein-Main-Gebiet am Samstag, dem 25. Januar auf der Frankfurter Zeil vor dem Adidas-Geschäft gegen den Einsatz von giftigen Chemikalien in Kinderkleidung protestiert.

Adidas: Ausreden und leere Versprechungen
Adidas wollte eigentlich seine Mode giftfrei machen und in Zukunft auf den Einsatz umweltschädlicher Chemikalien verzichten. Passiert ist allerdings so gut wie nichts, zeigt die neue Greenpeace Untersuchung "Kleine Monster im Kleiderschrank", die Anlass zu dieser Aktion gab.

Kleines Monster: Perfluorierte ChemikalienBei dieser Untersuchung wurden 82 Kinderkleidungsstücke verschiedener Marken auf Chemikalien untersucht. Adidas hat dabei auch schlecht abgeschnitten. Die Kinder haben gemeinsam mit den Passanten ihre Botschaften an Adidas auf fünf große Buchstaben im Schriftzug „DETOX“ geschrieben und forderten so eine giftfreie Textilproduktion. Danach wurden die Buchstaben zusammen mit einer Infomappe dem Filialleiter überreicht, der übrigens voller Verständnis für unser Anliegen war, was uns natürlich sehr gefreut hat. Er hat versprochen, sich dafür einzusetzen und die Forderung nach giftfreier Mode an seine Firmenzentrale weiterzugeben.

 


Kleines Monster: Weichmacher (Phthalate)Was ist die Detox-Kampagne von Greenpeace?
Mit der „Detox“-Kampagne macht Greenpeace weltweit darauf aufmerksam, dass die meisten großen Modeunternehmen auf Kosten der Umwelt produzieren. Sie lassen ihre coolen Klamotten in armen Ländern wie Bangladesch, China, Mexiko oder Pakistan herstellen. Die Herstellungsbedingungen dort sind den Unternehmen angenehm: die Arbeitslöhne sind gering und strenge Umweltgesetze gibt es meistens auch nicht. Deshalb kommen in diesen Ländern fast immer giftige Chemikalien in den Fabriken zum Einsatz und landen mit den Fabrikabwässern im nächsten Fluss und vergiften das Trinkwasser von Millionen Menschen. Man ist nicht direkt gefährdet, wenn man die Kleidung trägt. Aber diese Chemikalien sind extrem stabil und langlebig und werden, wenn überhaupt, sehr sehr langsam abgebaut.
Kleines Monster: NonylphenolethoxylatVor allem in den Herstellungsländern reichern sie sich in der Umwelt an und gelangen dann über die Nahrungskette in den menschlichen Körper. Da richten sie viele Schäden an und rufen schlimme Krankheiten bei Menschen hervor. Die giftigen Chemikalien wurden schon im Menschlichen Blut und in der Muttermilch nachgewiesen. Man hat sie auch bereits in der Arktis und Antarktis, z.B. im Fettgewebe von Eisbären gefunden.

Kleines Monster: CadmiumDer „Detox“-Aufruf von Greenpeace konnte glücklicherweise Bewegung in das Problem bringen. Zwanzig große Modemarken haben bereits eingelenkt und zugesichert, ihre Kleidung bis 2020 giftfrei produzieren zu lassen. Viele Firmen haben bereits wichtige Schritte unternommen und verzichten sogar teilweise schon auf besonders gefährliche Schadstoffe. Sie haben gezeigt, dass Schöne Kleidung nicht die Welt kosten darf.

Wenn du wissen möchtest, ob deine Lieblingsmarke beim „Detox-Catwalk“ vorne mitmarschiert, klick hier!

facebook.pngtwitter.pngyoutube.pngflickr.pngGP-Deutschland.png