Essen und Trinken sind unsere tägliche Lebensgrundlage. Aber sie bedeuten auch Kultur, Genuß und Geselligkeit. Die bäuerliche Landwirtschaft hat unsere vielfältige Kulturlandschaft über Jahrhunderte und Jahrtausende geprägt. Aber längst steht die Erzeugung unserer Nahrungsmittel zu großen Teilen nicht mehr im Einklang mit der Natur. Die konventionelle Landwirtschaft ist zu einem der größten Umweltzerstörer geworden. Monokulturen mit massivem Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern vergiften unsere Böden und unser Trinkwasser. Agrarfabriken quälen unsere Nutztiere, die die menschliche Kultur seit Jahrtausenden begleitet haben. Und die Gentechnik soll die Probleme lösen, die mit solch einer Wirtschaftsweise zwangsläufig einher gehen müssen. Das jedoch ist nur Symptombekämpfung - die Ursachen aber bleiben. Eine solche Landwirtschaft ist auf Dauer nicht zukunftsfähig, und kann die Welt nicht ernähren. Der ökologische Landbau zeigt, dass es auch anders geht. Erzeuger, Handel und Politik sind gefordert, eine Kehrtwende zu vollziehen. Aber auch die Verbraucher sind gefragt. Mit deinem Einkaufskorb entscheidest Du - ja, genau Du - wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

 Aktionen & News
_______________________________________________________________

 

Eröffnung des Frankfurter Wildbienen-Schaugartens

Frankfurt 05. 06. 2016. Heute wurde der erste Frankfurter Wildbienen-Schaugarten eröffnet. Greenpeace Frankfurt war mit einem Infostand dabei.

Weitere schöne Fotos in unserem flickr-Album

Auf dem Gelände des Kleingartenzentrums in Ffm-Eckenheim hat der Landesverband Hessen der Kleingärtner e.V. gemeinsam mit der Stiftung Mensch und Umwelt einen Wildbienen-Schaugarten realisiert. Im Rahmen ihrer Initiative "Deutschland summt" arbeitet die Stiftung daran, Städte bienenfreundlicher zu machen und bienenfreundliches gärtnern zu verbreiten. Dabei geht es nicht nur um die allseits bekannte Honigbiene, sondern vor allem auch um die fast 600 Wildbienenarten in Deutschland, von denen viele bedroht sind. Seit April vergangenen Jahres wurde auf dem Gelände am Bienengarten gearbeitet, und die Aktivitäten wurden von einem umfangreichen Seminarprogramm flankiert. Nun war es soweit, und der Garten konnte bei bestem Wetter eröffnet werden.

Zur Eröffnung war auch Greenpeace Frankfurt mit dabei. Wir haben darüber informiert, warum die Bienen gefährdet sind und was jeder tun kann. Regen Zuspruch fand auch unsere Postkartenaktion an den Bundeslandwirtschafts-minister Schmidt, den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft zu reduzieren. Der Einsatz von Pestiziden ist ein entscheidender Faktor, weshalb die Artenvielfalt gefährdet ist. Während in den Städten ganzjährig eine Blütenvielfalt vorhanden ist und wenige Pestizide eingesetzt werden, sieht es auf dem Land schlecht aus für Bienen und andere Bestäuber. Die Monokulturen und der immer weiter zunehmende Einsatz von Pestiziden sind nicht nachhaltig und gefährden die Artenvielfalt stark. Wir fordern daher, besonders bienengefährliche Pestizide umgehend zu verbieten, und den Einsatz von Pestiziden insgesamt bis 2020 zu halbieren. Unsere Landwirtschaft muss sich an ökologischen Grundsätzen ausrichten. Seit Jahrzehnten beweisen Biobauern weltweit, dass eine Landwirtschaft ohne Gift und Gentechnik möglich ist!

Zur Eröffnung des Frankfurter Wildbienen-Schaugartens waren neben den Kleingärtnern und den Stiftern Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer auch Herr Szymanski vom Hessischen Umweltministerium zugegen sowie eine Vertreterin von Fraport, die das Projekt mit 30.000 Euro unterstützt hat. Ein informatives und unterhaltsames Rahmenprgramm für Groß und Klein rundete  die Veranstaltung ab. Dabei waren auch die lokale Gruppe von Transition Town, das Main Äppel Haus und Foodsharing e.V. hat für das leibliche Wohl gesorgt mit leckeren Kuchen und Stückchen vom Vortag, die sonst alle im Müll gelandet wären.

Der Schaugarten steht allen Bürgern offen. Wir können einen Besuch im wunderschönen Schaugarten nur empfehlen. Eine Oase der Vielfalt mitten in Eckenheim und jeder kann sich dort informieren, was man alles für Biene & Co. tun kann, egal ob im großen oder kleinen Garten oder auch nur auf dem Balkon.

March against Monsanto - Demo in Frankfurt

Bundesweit gab es am 21. Mai Demonstrationen gegen den Saatgut-Riesen Monsanto aus den USA.   Wir wollen keine Gentechnik und keine Pestizide wie das vermutlich krebserregende Glyphosat in unserem Essen. Wenn es unsere Politiker nicht schaffen, das geltende Vorsorge-Prinzip anzuwenden, müssen die Bürger auf die Strasse!    Weiterhin plant die EU die Einführung des umstrittenen Handelsabkommens CETA mit Kanada. Durch diese Hintertür hat Gentechnik die Möglichkeit, sich in Europa zu verbreiten, obwohl dies nicht gewollt ist.

Ausgerechnet die Bayer AG plant die Übernahme des Konzerns Monsanto und damit den Vertrieb von Produkten, die der Weltgemeinschaft mehr schaden als nutzen! In einer tollen Rede wurden die Machenschaften von  Monsanto und  in CETA und TTIP deutlich. 

Greenpeace fordert: Stoppt CETA, stoppt TTIP, keine Gentechnik auf unseren Tellern!

 

Let´s save the bees!


Um auf die Gefährdung der Bienen aufmerksam zu machen, haben Tanzschülerinnen aus Hamburg eine klasse Choreographie zum Song „Let´s save the bees“ von Fettes Brot und anderen Künstlerinnen und Künstlern einstudiert. Hilf mit die Bienen zu retten! Weitere Infos unter: www.kids.greenpeace.de

Haus & Schmaus für Wildbienen - Frankfurter Freiwilligentag


Video: Sebastian Zwang

Zur umfangreichen Bildergalerie auf flickr

Samstag 10.05.2014 Auch dieses Jahr war Greenpeace Frankfurt wieder beim Freiwilligentag mit einem Projekt dabei. Gemeinsam mit zwölf freiwilligen Helfern haben wir Haus & Schmaus für Wildbienen geschaffen. Der Freiwilligentag wird organisiert vom Bürgerinstitut e.V. Gemeinnützige Organisationen führen gemeinsam mit Bürgern aus der Regionen einen Tag lang ein Projekt durch. Dieses Jahr war bereits der elfte Freiwilligentag in Frankfurt und der dritte, der in der ganzen Region stattfand. In Absprache mit dem Grünflächenamt haben wir in der Grünanlage in der Nibelungenallee Nistplatz für nützliche Insekten geschaffen und auf der artenarmen Rasenfläche eine Blühfläche gestaltet, die mit bienenfreundlichen, heimischen Wildpflanzen eingesät wurde.

Wildbienen und andere Insekten haben es heutzutage immer schwerer, Lebensraum und Nahrung zu finden. Mit dem Begriff Wildbiene sind nicht etwa Wildformen unserer Honigbiene gemeint. Er grenzt unsere Honigbiene (Apis melifera), die als Nutztier gehalten wird, von anderen Bienenarten ab. In Deutschland gibt es knapp 600 Wildbienenarten, etwa die Hälfte davon ist stark bedroht. Mehr als 230 Arten stehen auf der Roten Liste der Gefährdeten Arten. Im Gegensatz zur Honigbiene bilden die meisten Wildbienen keinen Staat, sondern leben solitär. Dabei unterstützen Wildbienen nicht nur die Honigbienen beim Bestäuben unserer Nahrungsmittelpflanzen. Viele Wildpflanzenarten sind auf spezielle Bestäuber angepasst, wenn diese verschwinden, verschwindet auch die Pflanzenpopulation.

Ein Insektenhotel bietet Wildbienen - und auch anderen nützlichen Insekten - Nistplatz, um ihre Brut abzulegen. Gerne angenommen werden hohle Stängel wie zum Beispiel Schilfrohr, andere Arten bevorzugen markhaltiges Holz wie Holunderräste oder Gänge im Holz, die natürlicherweise beispielsweise von Käfern gebohrt werden und die durch Baumscheiben, in die Löcher gebohrt werden imitiert werden. Das Insektenhotel besteht aus einem Holzkasten, der mit solchen Materialien gefüllt wird. Natürlich braucht er auch ein Dach, um vor der Witterung geschützt zu sein und sollte möglichst in südlicher Richtung ausgerichtet sein, um die Sonnenwärme gut einzufangen.

Damit die Wildbienen auch einen gut gedeckten Tisch vorfinden, säten wir eine Mischung aus Wildgräsern und ein - und mehrjährigen, heimischen Wildblumen ein, wie beispielsweise Kornblume, Klatschmohn, Wiesensalbei, Margeriten, Glockenblumen u.v.m. Dabei  sind wir auch künstlerisch tätig geworden, und haben nicht einfach nur eine rechteckige Fläche eingesät, sondern der Blühfläche eine ansprechende Form gegeben. So holen wir Natur in die Stadt. Da freuen sich nicht nur die Wildbienen, sondern auch die Menschen! Es war ein wirklich toller Projekttag, der allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat.

Wir danken allen TeilnehmerInnen und dem Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main für die tolle Unterstützung!

Mach mit bei Greenpeace!

 

         

Wie kann ich mitmachen?

Nächster Schnupperabend

Montag, 07.08.2017 um 18:00 Uhr

Ich will mehr wissen!

Download Ratgeber

Mehr zur Bantam Aktion