Kein zerstörerischer Luxus im Garten

Unzertifiziertes Tropenholz stammt größtenteils aus illegalen Raubbau an den letzten Urwäldern  der Erde. Dieser Raubbau setzt nicht nur 20% der weltweiten CO2-Emmissionen frei, sondern bedroht auch 70% aller Tier- und Pflanzenarten, die in diesen Wäldern beheimatet sind. So sind Vierfünftel der Urwälder bereits zerstört und der Rest ist massiv bedroht, denn noch immer werden große Waldflächen illegal abgeholzt. Auch Tropenholz aus Plantagen ist gefährlich: so wird Teak aus Urwaldraubbau (z.B. in Myanmar) als Plantagenholz deklariert um seine Herkunft zu verschleiern.

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Erfolg in Indonesien – Rückschlag in Kanada

Anfang Februar verkündete Asiens größter Papierhersteller APP (Asia Pulp and Paper), die Abholzung der letzten Urwälder Indonesiens einzustellen. Lange hat GP dafür gekämpt und in einer dreijährigen Kampagne mehrere Großunternehmen, die Kunden bei APP waren, überzeugen können, den Einkauf bei APP bis auf weiteres zu unterlassen. Dieser Druck hat nun gewirkt. APP will nicht nur die Torfregenwälder Indonesiens von weiterer Rodung ausnehmen, sondern bereits gerodete Flächen so bewirtschaften, dass die CO2-Emissionen verringert werden.
Ein Wehrmutstropfen bleibt dennoch: APP will sein Engagement in China verstärken. APP ist einer der größten Papier- und Zellstoffproduzenten der Welt und hat in den letzten Jahren einen Großteil des indonesischen Tropenwaldes in Akazienplantagen umgewandelt.


So schön die Nachricht aus Indonesien klingt, so bedrückender ist die Information aus Kanada. Kanada besitzt einen großen borealen Urwald, doch anstatt dies zu schätzen, wird dieser für Papier- und  Zellstoff (ca. 5% des nach Deutschland importierten Zellstoffs kommt aus Kanada) gerodet, so dass mehr und mehr Wald verloren geht.
2010 einigt sich GP nach zähen Ringen mit den kanadischen Papier- und Zellstoffproduzenten im CBFA (Canadian Boreal Forest Agreement) auf ein Moratorium.
Das CFBA beinhaltet eine nachhaltige Forstwirtschaft sowie den Schutz alter wertvoller Wälder und des Lebensraums des seltenen Waldkaribus, der immer durch Rodung zerstört wird. Fünf besonders schützenswerte Waldflächen sollen von weiterer Nutzung verschont bleiben,  aber bis jetzt wurde nur für eine ein Schutzplan erstellt. Für die anderen vier konnte noch  keine Einigung gefunden werden, aber alle diese Flächen fielen unter das Moratorium.
Im August letzten Jahres hat GP in einem dieser designierten Waldflächen im Bundesstaat Quebec Rodungsmaßnahmen entdeckt:  kilometerweite Straßen wurden dort angelegt. Verursacher ist der große kanadische Papier- und Zellstoffproduzent Resolute Forest Products. Dieser Bruch des Moratoriums bewog GP, sich aus dem CBFA zurück zu ziehen. Analog der Kampagne gegen APP wird GP nun auch hier den Druck mittels Aufklärung der Kunden auf Resolute Forest Products aufbauen.
Weitere Infos: www.greenpeace.de und www.greenpeace.org/canada

Erfolg für Tropenhölzer

Vom 4. bis 14. März 2013 fand in Bangkok die 16. Internationale Konferenz der Washingtoner Artenschutzkonferenz statt mit einem unerwartetetn Erfolg für einige Tropenholzarten.
Belize, Brasilien und Madagaskar hatten Anträge zum Schutz heimischer wertvoller Baumarten gestellt. Cocobolo aus Brasilien, Ebenholz und Rosenholz aus Madagaskar sowie Palisander aus Südostasien wurden in CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) Anhang II aufgenommen. Dies bedeutet, das der bisher unregulierte Export dieser Hölzer nur mit einem vorher-ghenden Unbedenklichkeitstest auf die Gefährdung der Biodiversität und die Ertei-lung eines Zertifikats nur mit einer Ausfuhrgenehmigung erfolgen darf. Zugleich sind damit die Exportländer – allen voran China als Großimporteur, aber auch Japan und die EU – in der Pflicht, gegen den Handel mit illegal geschlagenen Tropenholz verstärkt vorzugehen.
Letzterer ist besonders lukrativ denn gerade seltenes Tropenholz ist sehr begehrt. In vielen Ländern liefert sich daher die Holzmafia mit Naturschützern einen teilweise erbitterten Krieg, der z.B. in Südostasien einigen Naturschützern schon das Leben gekostet hat.

Buchenwald-Aktionstag am 16. März

Am 16. März 2013 führte in über 40 Städten Greenpeace einen Gruppenaktionstag zu den Buchenwäldern durch. Auch die Gruppe Frankfurt beteiligte sich bei schönsten Winterwetter.
Ziel war es, Baumpaten für wertvolle alte Buchen im bayrischen Spessart zu gewinnen. In zwei Camps im Spessart hat Greenpeace um die 20.000 über 140 Jahre alte Buchen vermessen, für deren Schutz sich die Bürger als symbolische Baumpaten einsetzen können. Dies war eine einmalige Gelegenheit zu zeigen, dass die wertvollen alten Wälder in Deutschland ein Anliegen der Menschen hier ist. Die Aktion verlief positiv: etliche Menschen – darunter ein Großteil Jüngerer – waren zu einer Patenschaft bereit.
Zudem wurde per Banner auf die Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz aufmerksam gemacht. Und mit der Unterschrift auf einen Buchenblattaufkleber, mit dem der Namen der Stadt auf dem Banner ausgefüllt wurde, konnten die Bürger sich auch dort für mehr Waldschutz aussprechen.
Eine Buchenwaldpatenschaft kann unter www.greenpeace.de/baumpate auch online eingegangen werden.
Mehr Infos gibt es auch unter www.greenpeace.de/buchenwaelder.

Umweltschützer bringen 1.967 Nadelbäume zu Bayerns Forstminister

Greenpeace legt EU-Beschwerde gegen Bayerns Rechtsverstöße in Buchenwäldern ein

Gegen die illegale Zerstörung alter Buchenwälder protestieren Greenpeace-Aktivisten heute Morgen in München. 1967 junge Nadelbäume der Baumart Douglasie aus dem Spessart haben sie vor dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aufgebaut. Mit dem Protest fordern die Umweltschützer Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU) auf, die falsche Bewirtschaftung wertvoller Laubwälder zu stoppen. "Buchenwälder sind keine Industrieforste, Herr Brunner!", steht auf ihrem runden Banner. Vergangenen Dienstag hatten Aktivisten die Setzlinge in einem Natura 2000-Schutzgebiet sichergestellt und durch junge Buchen ersetzt. "Wenn Minister Brunner tatenlos zusieht, wie Douglasien in ein Schutzgebiet gepflanzt werden, dann hat er offensichtlich die Kontrolle über die Waldwirtschaft verloren", sagt Gesche Jürgens, Waldexpertin von Greenpeace.

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