Kein zerstörerischer Luxus im Garten

Unzertifiziertes Tropenholz stammt größtenteils aus illegalen Raubbau an den letzten Urwäldern  der Erde. Dieser Raubbau setzt nicht nur 20% der weltweiten CO2-Emmissionen frei, sondern bedroht auch 70% aller Tier- und Pflanzenarten, die in diesen Wäldern beheimatet sind. So sind Vierfünftel der Urwälder bereits zerstört und der Rest ist massiv bedroht, denn noch immer werden große Waldflächen illegal abgeholzt. Auch Tropenholz aus Plantagen ist gefährlich: so wird Teak aus Urwaldraubbau (z.B. in Myanmar) als Plantagenholz deklariert um seine Herkunft zu verschleiern.

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Recycling und weniger Verbrauch schützen den Wald

Papier ist eines der Hauptprodukte von Entwaldung: jeder fünfte Baum wird für Papier gerodet (1). Immer mehr Papier stammt aus illegaler Waldzerstörung oder von Plantagen, die auf Böden zerstörter Urwälder angelegt wurden. Diese sind nicht nur weniger artenreich als die ursprünglichen Wälder, sie ernähren in der Regel auch nur 10% der Arten, die vorher dort gelebt haben (2). Zudem erfordern sie einen erheblichen Pestizideinsatz und wirken sich negativ auf den Wasserhaushalt aus. Die Papierproduktion verschlingt immense Mengen an Wasser und Energie (sie ist der fünftgrößte Energieverbraucher). Das dabei entstehende Abwasser stellt ein großes Problem dar, denn zum Lösen des Zellstoffs aus dem Holz und Bleichen des Papiers werden Chemikalien eingesetzt.

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Buchenwaldland Deutschland

Ginge es nach der Natur, wäre Deutschland zu fast 80% von Buchen bedeckt. Deutschland umfasst ca. ein Viertel des Verbreitungsgebiets der Rotbuche in Mitteleuropa. Die Rotbuche war einst der häufigste Baum in unserem Wald, nun macht sie nur noch 14% am Baumbestand aus. Fünf der seltenen und wertvollen Buchenwald-lebensräume hat die UNESCO 2010 zum Weltnaturerbe erklärt: die Nationalparke Hainich in Thüringen, Kellerwald-Edersee in Hessen, Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Waldgebiet Grumsin im Biosphärenereservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg. Sie alle stehen für die Reste großflächiger alter naturbelassener Buchenwälder bzw. Buchenmischwälder mit Bäumen von 300 und mehr Jahren die lediglich einen Anteil von 1-2% an der deutschen Waldfläche ausmachen. Die Zahl der Tier- und Pflanzenarten in solchen Wäldern wird auf über 10.000 geschätzt. Es sind neben Feuersalamander, Luchs und Wildkatze weitere bedrohte Arten, die speziell auf alte Bäume mit Höhlen und Ritzen oder Totholz angewiesen sind, wie z.B. der Schwarzspecht, der Mittelspecht, die Bechsteinfledermaus, der Rauhfußkauz, der Baummarder, die Hohltaube, der Eremit, der Widderbock, der Nagelfleck, der Buchenprachtkäfer sowie der Stacheligelbart. Doch der Buchenwald war und ist massiv bedroht. Die Waldnutzung der letzten Jahrhunderte - von großflächigen Rodungen bis zur Aufforstung von Wirtschaftsforst mit Kiefer, Fichte und neuerdings Douglasie - ließ den Anteil des Buchen- bzw. Buchenmischwaldes auf 7% an der Landesfläche von Deutschland abnehmen.

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Vom Büroalltag in das Waldcamp im Spessart

- Erfahrungsbericht von einer Greenpeace Aktivistin -

Nicht nur Regenwälder brauchen Schutz!
Immer schon haben mich Bäume, deren faszinierende Formen und gigantische Größen, beeindruckt. Daher wollte ich für einige Wochen beim Kartieren der Bäume im Regenwald von Costa Rica helfen. Als ich dann jedoch im Januar 2012 von Greenpeace eine Anfrage bekam, um als Freiwillige im Spessart Bäume zu kartieren, zögerte ich nicht lange. Nachdem ich eine Woche im Spessart verbracht habe, stellte ich fest: Ich muss nicht erst bis nach Mittelamerika reisen, denn nur eine Stunde von Frankfurt/Main entfernt befindet sich ein wahrscheinlich ebenso wunderschöner, urig alter Buchenwald, der genauso schützenswert wie der tropische Regenwald ist. Hier kartierten wir Buchen mit 135 cm Durchmesser und fanden eine Eiche die rund 1000 Jahren alt ist.

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Aktion "Sauberer Wald"

Im Wald da ist der Müll – dies mussten einige engagierte Bürger bei einer Müllsammlung im Frankfurter Stadtwald  bei allerschönsten Wetter feststellen.
In Kooperation  mit dem NABU und mit Unterstützung des Revierförsters veranstaltete Greenpeace am 23.09. eine Müllsammelaktion im Schwanheimer Wald. Vor allen Familien beteiligten sich an der Säuberungsaktion, bei der ca. 8 große Müllsäcke gefüllt wurden.
Es war teilweise schon erstaunlich, was – nicht nur am Waldrand, sondern oft mitten im Wald – alles gefunden wurde: von einer Winterjacke über diverse Fahrradteile bis zum Wahlplakat, um nur einiges zu nennen. Dosen, Kaugummi- und Bonbonpapier, Plastikbecher und –löffel zeugen je nach Material einige bis längere Zeit von einstigen Besuchern. Sehr viele Flachmänner, Wodka- und andere Spirituosenflaschen verweisen auf die Bedeutung des Waldes nicht nur zur Erholung, sondern auch als Lokalität für Trinkgelage. Das die Unmengen von Scherben, die zerbrochenen Flaschen und verbeulten Dosen eine Gefahrenquelle für Rehe, Wildschweine und andere Tiere darstellen, scheint den Einzelnen dabei nicht bewusst zu sein.
Das Engagement der Teilnehmer wurde zweifach belohnt: durch eine kurze Führung des Reveierförsters und einen anschließenden Abschluss mit Speis und Trank, die der NABU im kleinen aber feinen Kobelt-Zoo an der Endhaltestelle der Tram 12, anbot.

 

 

 

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Montag, 06.11.2017 um 18:00 Uhr

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