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DETOX steht für entgiften. Das stilisierte "X" ist das chinesische Zeichen für Wasser Der Großteil der Welttextilproduktion findet im "Globalen Süden" statt, hauptsächlich in Asien, v. a. China, aber auch in Ländern wie Mexiko. Dort ist Arbeitskraft billig und die Umweltstandards niedrig. Der hohe Einsatz von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Chemikalien führt dort zu massiver Gewässerverschmutzung. Die Ökosysteme, die für Millionen Menschen auch Trinkwasser und Nahrung liefern, werden täglich vergiftet! Von dort beziehen westliche Hersteller ihre Waren und stehen damit in der Verantwortung – über 800.000 Tonnen Textilien importiert allein Deutschland jedes Jahr! Und auch bei uns gelangen Rückstände beim Waschen in die Gewässer. Mit der globalen Kampagne DETOX! will Greenpeace erreichen, dass die Textilproduktion sauberer und die giftigsten Chemikalien ausgelistet und durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzt werden.

Detox Update: Burberry will entgiften!

Stoffballen in einem asiatischen TextillagerDie britische Luxusmarke Burberry will bis zum Jahr 2020 komplett auf den Gebrauch gefährlicher Chemikalien in der gesamten Produktionskette verzichten. Als Reaktion auf die Detox-Kampagne und weltweite Verbraucherproteste veröffentlichte Burberry am 28.01.2014 eine entsprechende Erklärung. Nun liegt es bei Burberry, die Verpflichtung auch umzusetzen. Burberry muss Daten über Lieferketten und Abwasser veröffentlichen und die gefährlichen Chemikalien verbannen.
Burberry hat eingewilligt, zunächst die Bekleidung zu entgiften, danach sollen bis zum Jahr 2020 alle weiteren Produkte der Marke folgen. Außerdem sollen bereits bis Juni 2014 die Abwasserdaten der Zulieferer – mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien - offengelegt werden. Bis Juli 2016 will Burberry alle per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) aus seiner Lieferkette eliminiert haben.

Burberry reagiert auf öffentlichen Druck

Der Entscheidung von Burberry war wochenlanger öffentlicher Druck von Greenpeace und Zehntausenden Unterstützern vorausgegangen. In Europa und Asien protestierten Greenpeace-Aktivisten vor den Burberry-Läden. Auf Facebook, Twitter und Instagram erreicht Burberry ein Millionenpublikum – und wurde dort von kritischen Konsumenten tausendfach dazu aufgefordert, seine Kleidung zu entgiften.

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