Ein Meeresschutzgebiet für die Antarktis

Wir befinden uns bereits auf der Zielgeraden !!!

Zum Start der Antarktiskonferenz CCAMLR in Hobart am 20. Oktober wünschen wir der deutschen Delegation und dem BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) für die anstehende Abstimmung bei der CCAMLR Konferenz in Hobart / Tasmanien viel Erfolg und  TOI, TOI, TOI auf dem internationalen Parkett bei ihren Anstrengungen den nötigen Konsens für das Schutzgebiet Weddellmeer zu bekommen.

Durch unsere Fotoaktion mit jede Menge Fotos vom letzten Wochenende zeigte auch die Öffentlichkeit in Frankfurt ihr Gesicht zum Schutz des südlichen Eismeers und steht somit fest hinter den deutschen Delegierten. Im Gespräch und mit Wunschkärtchen, die wir verteilten, wurde immer wieder deutlich, dass die Bevölkerung dieses Schutzgebiet für sehr wichtig hält. Besonders Kinder äußerten ihre Wünsche und Befürchtungen sehr deutlich.

Die Antarktis ist unser gemeinsames Welterbe und wir alle tragen eine Verantwortung dafür, dass die Unberührtheit und Schönheit des Südpolarmeeres erhalten bleibt.

Die Forderung von Greenpeace lautet daher sehr klar: Die CCMLAR Kommission muss das antarktische Weddellmeer auf der Konferenz unter Schutz stellen!!

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Seit Januar dieses Jahres setzt sich Greenpeace mit einer großangelegten Meereskampagne aktiv für den Schutz der Antarktis ein. Sie hat zum Ziel, ein politisches Hochsee-Schutzabkommen auf Ebene der Vereinten Nationen für das antarktische Weddellmeer zu schaffen und damit sagenhafte 1,8 Millionen Quadratkilometer zu schützen, in denen die Natur sich selbst überlassen bleibt. Diese Chance bietet sich ab dem 20. Oktober während der Antarktis Konferenz in Hobart. Für das Zustandekommen des antarktischen Meeresschutzgebietes braucht Greenpeace vor allem die Unterstützung der Öffentlichkeit. Und diese Unterstützung und Zuspruch haben wir in den vergangenen Monaten bekommen:  Allein in Deutschland wurden über 300.000 Unterschriften für ein Schutzgebiet im Weddellmeer gesammelt – das ist knapp die dreifache Menge dessen, was wir uns zu Beginn der Kampagne erhofft und als ein Ziel formuliert hatten! Weltweit haben wir die Zielmarke von 1,8 Millionen Stimmen geknackt! Damit ist die Zahl der globalen Unterstützer ebenso groß wie das einzurichtende Schutzgebiet.

Auch viele Prominente haben sich dem Aufruf zum Schutz des Südpolarmeers angeschlossen und sind so zu “Antarktis-Botschafter*innen“ geworden. Zudem haben wir den Rückhalt der deutschen Politik (man denke nur an die Videobotschaft von Julia Klöckner) und nun hat sich auch noch die Krill-Industrie für ein Meeresschutzgebiet in der Antarktis ausgesprochen.

Wir haben in Deutschland tatsächlich alles getan was möglich ist, um dieses Schutzgebiet im Weddellmeer wahr werden zu lassen. Nun heißt es für Greenpeace und alle Antarktis Unterstützer viel Erfolg zu wünschen!

Diese Wünsche gelten der deutschen Bundesregierung, der zuständigen Ministerin Julia Klöckner und der deutschen CCAMLR Delegation bei ihren Bemühungen dieses Schutzgebiet auf der internationalen Konferenz, die am 20. Oktober beginnt zum Erfolg zu führen. Ob tatsächlich das Schutzgebiet ausgewiesen wird, entscheidet ja nicht Deutschland allein, sondern 25 verschiedene Länder sind bei der Antarktis Konferenz stimmberechtigt. Damit hängen unsere Erfolgschancen von einer Konsensabstimmung zwischen allen 25 Mitgliedern der antarktischen Kommission ab. Und wir wissen ja, dass es Opposition aus Norwegen, Russland, China, Japan und Südkorea gibt. Die Wünsche für gutes Gelingen und viel Erfolg geben der deutschen Delegation den nötigen Rückenwind auf dem internationalen Parkett. 

Wir versuchen, unseren Einfluss in diesem kritischen Moment der Kampagne durch öffentliche Aufmerksamkeit, globale Unterstützung und Berichterstattung zu erhöhen. Und wir wollen auch zeigen, dass allein in Deutschland Hunderttausende von Menschen ein antarktisches Meeresschutzgebiet gefordert haben.

Was haben wir bisher erreicht:

In den letzten Monaten haben wir uns dafür eingesetzt, so viele namenhafte Antarktis-Botschafter*innen wie möglich für die Kampagne zu gewinnen. Der Erfolg ist fantastisch!

Insgesamt hatten wir bereits im August 63 bekannte regionale und überregionale Persönlichkeiten, die sich öffentlich für ein Schutzgebiet in der Antarktis aussprechen. Dieser Erfolg beruht auf der Arbeit aller GP-Gruppen in Deutschland.

Die deutsche Politik ist auf unserer Seite

Ein weiterer Erfolg ist der überfraktionelle Beschluss für ein Meeresschutzgebiet in der Antarktis. Mit breiter Mehrheit hatte der Bundestag im Juni die Regierung aufgefordert, sich für den Schutz des Weddellmeers in der Antarktis einzusetzen. Bekräftigt wurde in dem fraktionsübergreifend gefassten Beschluss auch das internationale Ziel bis 2030 insgesamt 30 Prozent der weltweiten Meeresfläche als Schutzgebiete auszuweisen. Der Antrag wurde gemeinsam von der CDU/CSU, der SPD, den Grünen und der FDP eingebracht. In Deutschland haben wir also nicht nur viele Botschafter und Bürger auf unserer Seite, sondern auch politische Vertreter, allen voran Fischereiministerin Julia Klöckner (CDU), die sich für uns im Bundestag stark macht. Sie erklärte anlässlich der Cambridge-Veranstaltung, dass die Bundesregierung alles in ihrer Macht stehende tun werde, um alle eventuell noch bestehenden Vorbehalte der anderen internationalen Partner gegen das Schutzgebiet auszuräumen. Auch lobte Klöckner die Arbeit von Greenpeace ausdrücklich. Länder, die ein Schutzgebiet aufgrund von Fischereiinteressen nicht unterstützen, werden natürlich auch von Greenpeace „bearbeitet“. Dies geschieht allerdings nicht öffentlich, sondern auf Lobby-Ebene, also hinter den Kulissen.

Krill-Industrie unterstützt Meeresschutzgebiet
Und nun hat sich vor kurzem auch noch die Krill-Industrie dazu entschieden, ein Meeresschutzgebiet in der Antarktis zu befürworten. Anlässlich einer Tagung in Cambridge hat der Branchenverband der Krill-Industrie ARK den Rückzug dieser aus großen Teilen rund um die antarktische Halbinsel verkündet. Stattdessen soll ein Netzwerk an Meeresschutzgebieten unterstützt werden. Zukünftig wollen die Firmen bis zu 40 Kilometer große Pufferzonen um brütende Pinguinkolonien einhalten.

Zusätzlich zu ihrer freiwilligen Verpflichtung unterstützen die Fischereiunternehmen ausdrücklich die Forderung nach einem Schutzgebiet im Weddellmeer. Diese Entwicklung hat Gewicht: Die beteiligten Unternehmen decken zusammen 85 Prozent des gesamten Krillfangs in der Antarktis ab. Welch super Nachricht so kurz vor den Verhandlungen!

Ergebnisse der Greenpeace-Expedition führen zu Schutzstatus für empfindliche Ökosysteme am antarktischen Meeresboden

Als „besonders empfindliche Ökosysteme“ hat die Antarktis-Kommission CCAMLR vier Areale am antarktischen Meeresboden anerkannt, die während der Greenpeace-Expedition in die Antarktis Anfang des Jahres per U-Boot kartiert und ausgewertet wurden. Leiterin des wissenschaftlichen Teams an Bord der „Arctic Sunrise“ war Dr. Susanne Lockhart von der California Academy of Sciences. Zusammen mit Greenpeace-Meeresexpertin Dr. Sandra Schöttner dokumentierte sie das Leben am Meeresboden im Antarktis-Sund und in der Gerlach-Straße entlang der Antarktischen Halbinsel und sichtete das Videomaterial auf seltene und gefährdete Arten. Das während der Expedition gesammelte Bildmaterial zeigt zahlreiche seltene und wenig bekannte Organismen.

Der Meeresboden rund um die Antarktis ist wirklich ein Wunderland der Artenvielfalt, das durch die Auswirkungen von Überfischung und Klimawandel ernsthaft gefährdet ist. Die Tatsache, dass die gesammelten Daten zu diesen vier Arealen nun dazu beitragen, dass für diese Region geplante Schutzgebiet zu realisieren, ist großartig.

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