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Essen und Trinken sind unsere tägliche Lebensgrundlage. Aber sie bedeuten auch Kultur, Genuß und Geselligkeit. Die bäuerliche Landwirtschaft hat unsere vielfältige Kulturlandschaft über Jahrhunderte und Jahrtausende geprägt. Aber längst steht die Erzeugung unserer Nahrungsmittel zu großen Teilen nicht mehr im Einklang mit der Natur. Die konventionelle Landwirtschaft ist zu einem der größten Umweltzerstörer geworden. Monokulturen mit massivem Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern vergiften unsere Böden und unser Trinkwasser. Agrarfabriken quälen unsere Nutztiere, die die menschliche Kultur seit Jahrtausenden begleitet haben. Und die Gentechnik soll die Probleme lösen, die mit solch einer Wirtschaftsweise zwangsläufig einher gehen müssen. Das jedoch ist nur Symptombekämpfung - die Ursachen aber bleiben. Eine solche Landwirtschaft ist auf Dauer nicht zukunftsfähig, und kann die Welt nicht ernähren. Der ökologische Landbau zeigt, dass es auch anders geht. Erzeuger, Handel und Politik sind gefordert, eine Kehrtwende zu vollziehen. Aber auch die Verbraucher sind gefragt. Mit deinem Einkaufskorb entscheidest Du - ja, genau Du - wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

 Aktionen & News
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Haus & Schmaus für Wildbienen - Frankfurter Freiwilligentag


Video: Sebastian Zwang

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2014_05_10_Freiwilligentag_01.pngSamstag 10.05.2014 Auch dieses Jahr war Greenpeace Frankfurt wieder beim Freiwilligentag mit einem Projekt dabei. Gemeinsam mit zwölf freiwilligen Helfern haben wir Haus & Schmaus für Wildbienen geschaffen. Der Freiwilligentag wird organisiert vom Bürgerinstitut e.V. Gemeinnützige Organisationen führen gemeinsam mit Bürgern aus der Regionen einen Tag lang ein Projekt durch. Dieses Jahr war bereits der elfte Freiwilligentag in Frankfurt und der dritte, der in der ganzen Region stattfand. In Absprache mit dem Grünflächenamt haben wir in der Grünanlage in der Nibelungenallee Nistplatz für nützliche Insekten geschaffen und auf der artenarmen 2014_05_10_Freiwilligentag_02.pngRasenfläche eine Blühfläche gestaltet, die mit bienenfreundlichen, heimischen Wildpflanzen eingesät wurde.

Wildbienen und andere Insekten haben es heutzutage immer schwerer, Lebensraum und Nahrung zu finden. Mit dem Begriff Wildbiene sind nicht etwa Wildformen unserer Honigbiene gemeint. Er grenzt unsere Honigbiene (Apis melifera), die als Nutztier gehalten wird, von anderen Bienenarten ab. In Deutschland gibt es knapp 600 Wildbienenarten, etwa die Hälfte davon ist stark bedroht. Mehr als 230 Arten stehen auf der Roten Liste der Gefährdeten Arten. Im Gegensatz zur Honigbiene bilden 2014_05_10_Freiwilligentag_03.pngdie meisten Wildbienen keinen Staat, sondern leben solitär. Dabei unterstützen Wildbienen nicht nur die Honigbienen beim Bestäuben unserer Nahrungsmittelpflanzen. Viele Wildpflanzenarten sind auf spezielle Bestäuber angepasst, wenn diese verschwinden, verschwindet auch die Pflanzenpopulation.

Ein Insektenhotel bietet Wildbienen - und auch anderen nützlichen Insekten - Nistplatz, um ihre Brut abzulegen. Gerne angenommen werden hohle Stängel wie zum Beispiel Schilfrohr, andere Arten bevorzugen markhaltiges Holz wie Holunderräste oder Gänge im Holz, die natürlicherweise beispielsweise von Käfern gebohrt werden 2014_05_10_Freiwilligentag_04.pngund die durch Baumscheiben, in die Löcher gebohrt werden imitiert werden. Das Insektenhotel besteht aus einem Holzkasten, der mit solchen Materialien gefüllt wird. Natürlich braucht er auch ein Dach, um vor der Witterung geschützt zu sein und sollte möglichst in südlicher Richtung ausgerichtet sein, um die Sonnenwärme gut einzufangen.

Damit die Wildbienen auch einen gut gedeckten Tisch vorfinden, säten wir eine Mischung aus Wildgräsern und ein - und mehrjährigen, heimischen Wildblumen ein, wie beispielsweise Kornblume, Klatschmohn, Wiesensalbei, Margeriten, Glockenblumen u.v.m. Dabei  sind wir auch 2014_05_10_Freiwilligentag_05.pngkünstlerisch tätig geworden, und haben nicht einfach nur eine rechteckige Fläche eingesät, sondern der Blühfläche eine ansprechende Form gegeben. So holen wir Natur in die Stadt. Da freuen sich nicht nur die Wildbienen, sondern auch die Menschen! Es war ein wirklich toller Projekttag, der allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat.

Wir danken allen TeilnehmerInnen und dem Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main für die tolle Unterstützung!

Giftcocktail in Blumen


Video: Sebastian Zwang

Klicken, um die Studie runterzuladenSamstag 10. 05. 2014: Greenpeace Frankfurt hat heute in Baumärkten der Ketten Bauhaus, Hornbach und Toom Pflanzen mit Etiketten bestückt, auf denen steht: „Achtung: Pestizide gefährden Bienen!“ In bundesweit 38 Städten fand die Aktion statt. Grund des Protests ist die im April veröffentlichte Studie "Giftiger Garten Eden", für die Pflanzen aus Baumärkten und Gartencentern auf Pestizide geprüft wurden. In 79 Prozent der Proben wurden Rückstände von Agrargiften gefunden, die Bienen krank machen können. Bis zu zwölf Pestizide wurden in einzelnen Proben gefunden. Der Fund dieser Giftcocktails belegt, dass bei der Aufzucht der Zierpflanzen massiv Pestizide eingesetzt werden. Verbraucher servieren Bienen daher in ihren Gärten mit attraktiven Blüten unbeabsichtigt auch gefährliche Chemikalien.

Greenpeace hat die größten Bau- und Gartenmärkte Obi, Bauhaus, Toom, Hornbach und Hagebau gefragt, ob sie bienengefährliche Pestizide aus dem Sortiment nehmen und von ihren Pflanzenlieferanten einen Verzicht auf den Einsatz dieser Gifte verlangen. Das Ergebnis:  Bauhaus, Obi, Toom und Hornbach, haben die für Bienen gefährlichsten Stoffe aus Klicken, um die Übersicht runterzuladenihren Regalen genommen. Hagebau zieht Ende des Jahres nach. Alle weigern sich jedoch, auf ihre Pflanzenlieferanten einzuwirken. Tipps, was Jeder im Garten und beim Einkauf für die Bienen tun kann, gibt es in unserem Ratgeber "Rette die Biene".

Vier der Wirkstoffe (Imidiacloprid und Clothianidin von Bayer, Thiamethoxam von Syngenta sowie Fipronil von BASF) belegte die EU im Dezember 2013 mit Anwendungseinschränkungen. Analysen von Bienenpollen und jetzt der Zierpflanzen zeigen jedoch, dass diese Pestizide immer noch in die Umwelt gelangen und somit Bestäuber gefährden. Denn die Anwendung ist weiterhin erlaubt im Gewächshausanbau, wo die meisten Zierpflanzen gezogen werden. Da es sich nicht um Lebensmittel handelt, gelten auch keine Rückstandsgrenzwerte.

Der hohe Pestizidverbrauch in der industriellen Landwirtschaft ist entscheidend am Bienensterben beteiligt. Die Gifte stören den Orientierungssinn und das Gedächtnis der Nützlinge. Die Landwirtschaft ist auf Bienen, Hummeln und Schwebfliegen dringend angewiesen, denn etwa dreißig Prozent der Nahrungsmittelproduktion hängen von ihrer Bestäubung ab.

Studie "Giftiger Garten Eden" (Zusammenfassung) (2014/04)
FactSheet Bienensterben und Insektizide (2014/05)
Kurzinfo Bienesterben (2013/06)
Ratgeber Rette die Biene (2013/08)

Wir haben es satt!

Demo gegen Agrarindustrie am 31.08.2013 in Wietze/Niedersachsen

2013_07_30_rundbrief_agrardemo.pngNach den erfolgreichen „Wir haben es satt!“- Demonstrationen in Berlin im Januar, an denen auch Greenpeace Frankfurt teilgenommen hat, wollen wir nun gerne auf die große Sommeraktion der Kampagne "Meine Landwirtschaft" vor den Bundestagswahlen hinweisen. „Meine Landwirtschaft“ wird getragen von Organisationen und Initiativen aus den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Verbraucherschutz, Gesundheit, regionaler und internationaler Entwicklung befassen.

An einen Brennpunkt der Agrarindustrie, Symbol für die verfehlte Agrarpolitik der Bundesregierung, dem größten Geflügelschlachthof Europas in Wietze/Niedersachsen, in dem 430.000 Hühner täglich geschlachtet werden sollen, findet am Samstag, den 31.8.  eine bunte Demonstration für „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ mit Menschenkette um den Schlachthof und anschließendem Konzert statt. Vom 29.8.-1.9. gibt es dort ein Sommercamp mit Workshops, Podiumsdiskussion, Bauernfrühstück u.v.m.

Vorab ruft die Kampagne "Meine Landwirtschaft" gemeinsam mit Campact am vorletzten Augustwochenende vom 23.-25.8.13 dezentral zum „Grillen gegen Agrarindustrie“ auf. Alle weiteren Infos finden Sie auf der Seite von meine-landwirtschaft.de

 

Bienenkiller stoppen! – Greenpeace Frankfurt protestiert vor Baumärkten

Sa. 22.06.2013 - Greenpeace Frankfurt hat  vor dem Obi-Baumarkt in der Mörfelder Landstraße und vor dem toom-Baumarkt in der Friedberger Landstraße gegen den Verkauf von Insektenvernichtungsmitteln protestiert, die lebensgefährlich für Bienen sind. In insgesamt 50 deutschen Städten protestierten Greenpeace-Aktivisten gegen die drei Baumarktketten Obi, Praktiker und toom.

 

2013_06_22_GAT-Baumrkte-Pestizide_300px.pngMit gelber, abwaschbarer Sprühkreide wurden stilisierte tote Bienen und der Schriftzug „Pestizide töten Bienen“ aufgebracht. (Bilder von unserer Aktion in unserem flickr-Album). Den Filialleitern wurde eine Infomappe zum Thema übergeben, mit der Forderung sich bei den Konzernzentralen für eine umgehende Auslistung aller bienengefährdenden Produkte einzusetzen. Schauen Sie auch auf die Greenpeace Kampagnenwebseite bienenschutz.org, dort gibt es weitere Infos rund ums Thema Biene und eine Unterschriftenaktion an Bundeslandwirtschaftministerin Aigner!


Video: Sebastian Zwang, Greenpeace Frankfurt a.M.

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