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Essen und Trinken sind unsere tägliche Lebensgrundlage. Aber sie bedeuten auch Kultur, Genuß und Geselligkeit. Die bäuerliche Landwirtschaft hat unsere vielfältige Kulturlandschaft über Jahrhunderte und Jahrtausende geprägt. Aber längst steht die Erzeugung unserer Nahrungsmittel zu großen Teilen nicht mehr im Einklang mit der Natur. Die konventionelle Landwirtschaft ist zu einem der größten Umweltzerstörer geworden. Monokulturen mit massivem Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern vergiften unsere Böden und unser Trinkwasser. Agrarfabriken quälen unsere Nutztiere, die die menschliche Kultur seit Jahrtausenden begleitet haben. Und die Gentechnik soll die Probleme lösen, die mit solch einer Wirtschaftsweise zwangsläufig einher gehen müssen. Das jedoch ist nur Symptombekämpfung - die Ursachen aber bleiben. Eine solche Landwirtschaft ist auf Dauer nicht zukunftsfähig, und kann die Welt nicht ernähren. Der ökologische Landbau zeigt, dass es auch anders geht. Erzeuger, Handel und Politik sind gefordert, eine Kehrtwende zu vollziehen. Aber auch die Verbraucher sind gefragt. Mit deinem Einkaufskorb entscheidest Du - ja, genau Du - wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

 Aktionen & News
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Greenpeace-Erfolg: Tchibo will entgiften

2014_10_25_Tchibo-will-entgiften_01.pngAls Reaktion auf die Detox-Kampagne von Greenpeace verpflichtet sich der Hamburger Kaffee- und Handelskonzern auf einen Fahrplan zur Entgiftung der Textilproduktion. Tchibo veröffentlichte gestern, 24.10.2014 eine entsprechende Erklärung. Ein von Greenpeace-Aktivisten bundesweit in 35 Städten geplanter Protest wurde daraufhin kurzfristig abgesagt. Damit ist Tchibo Vorreiter bei den Discountern. Aldi, Lidl, Rewe und Penny müssen nun nachziehen!

Untersuchung: Gift in Kinderkleidung
Greenpeace hatte am Donnerstag Untersuchungsergebnisse von Chemikalien in Kinderkleidung und -schuhen verschiedener Discounter veröffentlicht. Dabei hatte Tchibo schlecht abgeschnitten. Die Produkte wurden in deutschen, österreichischen und Schweizer Supermärkten eingekauft. Insgesamt wurden 26 Proben in unabhängigen Laboren untersucht. Mehr als die Hälfte der Proben enthalten Schadstoffe in Konzentrationen, die oberhalb der von Greenpeace für Kinderkleidung herangezogenen Vergleichs- und Vorsorgewerte liegen.

Fordere die Discounter jetzt auf, die Textilproduktion zu entgiften!

Die höchsten Schadstoffkonzentrationen wurden in den Schuhen gefunden. In allen der 11 getesteten Kinderschuhen, überwiegend Plastiksandalen bzw. Clogs, cover_2014_10_Ratgeber_Textilien-im-Supermarkt.pngwiesen die Labortests Schadstoffe wie Dimethylformamid (DMF), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder 2-Phenyl-2-propanol (2PP) nach. DMF kann die Fortpflanzung schädigen und ist nach REACH-Verordnung als besonders besorgniserregendeSubstanz eingestuft. Einige Substanzen aus der PAK-Stoffgruppe gelten als krebserregend. 2PP ist eine geruchsintensive Substanz, von deren Einsatz das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wegen möglicher gesundheitsschädigender Eigenschaften abrät. Außerdem hat Greenpeace Regenbekleidung und Outdoor-Jacken getestet. Alle drei Regenjacken/-anzüge sind als frei von perfluorierten Chemikalien (PFC) deklariert. Die Tests zeigen, dass die in Hamburg gekaufte Thermo-Regenjacke von Tchibo nicht frei von PFC ist: Sie enthält perfluorierte Carbonsäuren, darunter die als besonders besorgniserregend geltende Perfluoroktansäure (PFOA).

Neuer Einkaufsratgeber - Discountercheck
Gerade Discounter, die in schnellem Wechsel gewaltige Stückzahlen von Kleidung auf den Markt werfen, haben besondere Verantwortung. Aldi, Lidl und Tchibo zählen mit einem Jahresumsatz von je etwa einer Milliarde Euro zu den Top 10 der deutschen Modehändler. Doch die Produktion der Kleidung geht zu Lasten der Umwelt. Für den ebenfalls diese Woche veröffentlichten Discounter-Einkaufsratgeber "Textilien im Supermarkt" hat Greenpeace Tchibo, Rewe, Aldi und Lidl auf Chemikalien, Rohstoffeinsatz, Wiederverwertbarkeit der Textilien und Sozialstandards in der Fertigung untersucht. Um herauszufinden, wie sauber und fair sie ihre Textilien produzieren lassen, wertete Greenpeace öffentlich verfügbare Daten aus und adressierte einen detaillierten Fragebogen an die Händler. Die größten Schwächen zeigten sich durchweg beim Einsatz gefährlicher Chemikalien, kein Unternehmen schneidet darin gut ab. Alle Ergebnisse sind im  Ratgeber zusammengefasst.

Bereits 20 international führende Textilunternehmen haben sich auf ein Detox-Commitment verpflichtet. Dieses sieht vor, dass die Firmen bis zum Jahr 2020 auf den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien in der Produktion zu verzichten. Zuletzt hatte Adidas im Vorfeld der WM dem Druck von Greenpeace nachgegeben und sich auf einen glaubwürdigen Kurs zur Entgiftung verpflichtet. Mit der internationalen Detox-Kampagne fordert Greenpeace Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.


Ratgeber "Textilien im Supermarkt" (2014/10)
Report "Dreckige Discounter - Gefährliche Chemikalien in Supermarkt-Kleidung" (2014/10)
Anhang zum Report "Dreckige Discounter"  - Ergebnisse und Methoden (2014/10)

Des Kaisers neue Kleider: Greenpeace weist Chemikalien in Luxus-Kinderbekleidung nach

Greenpeace Frankfurt protestiert vor Versace-Geschäft...Donnerstag 20.02.2014: Mit einem Fotoshooting der anderen Art hat Greenpeace Frankfurt heute vor dem Versace-Geschäft in der Goethestraße protestiert. In einer aktuellen Untersuchung weist Greenpeace nach, dass Kinderkleidung internationaler Luxusmarken teilweise mit gefährlichen Chemikalien belastet ist. Diese gelten als hormonell wirksam und potentiell krebserregend. Getestet wurden Kleidungsstücke und Kinderschuhe der Marken Versace, Dior, Dolce & Gabbana, Giorgio Armani, Hermès, Louis Vuitton, Marc Jacobs und Trussardi. Bei allen Herstellern außer Trussardi fanden sich schädliche Chemikalien. flickr.png Zum flickr-Album der Aktion

Senden Sie Versace, Louis Vuitton und Dolce & Gabbana eine E-Mail,
in der Sie eine giftfreie Zukunft fordern!

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Detox Update: Primark will entgiften!

Untersuchung eines Primark T-Shirts im LaborDie Billigmarke Primark unterschreibt die Detox-Verpflichtung von Greenpeace, nur knapp zwei Wochen nach der britischen Luxusmarke Burberry. Die irische Bekleidungsfirma ist damit das zwanzigste Unternehmen, das sich für eine giftfreie Textilproduktion verpflichtet. Beim Kinderkleidungstest "Kleine Monster im Kleiderschrank" von Greenpeace im Januar wurden auch Textilien von Primark und Burberry auf giftige Chemikalien wie etwa Nonylphenolethoxylat, per- und polyflourierte Chemikalien (PFC) oder Phtalate (Weichmacher) untersucht. Diese Chemikalien gelten als hochgiftig, hormonell wirksam und krebserregend. Einige PFC können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen führen. Ein in Deutschland gekauftes T-Shirt von Primark enthielt 11 Prozent Weichmacher (Phthalate). Dies ist ein für Kinderspielzeug in der EU unzulässiger Wert.
Bereits in den nächsten Monaten will Primark die ersten Abwasserdaten der Zulieferer – mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien – öffentlich machen. Damit können sich die Menschen in unmittelbarer Nähe der Fabriken in Zukunft über die Belastung ihrer Trinkwasserressourcen und Flüsse informieren. Primark will so für mehr Transparenz in der gesamten Lieferkette sorgen. Primark muss nun den Worten auch Taten folgen zu lassen, damit das Wasser in China und anderen Produktionsländern wieder sauberer wird. Außerdem muss Primark dringend die sozialen Bedingungen der Textilarbeiter verbessern. Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sollten Hand in Hand gehen. Die Marken sind dafür verantwortlich, beides zu garantieren.

Detox Update: Burberry will entgiften!

Stoffballen in einem asiatischen TextillagerDie britische Luxusmarke Burberry will bis zum Jahr 2020 komplett auf den Gebrauch gefährlicher Chemikalien in der gesamten Produktionskette verzichten. Als Reaktion auf die Detox-Kampagne und weltweite Verbraucherproteste veröffentlichte Burberry am 28.01.2014 eine entsprechende Erklärung. Nun liegt es bei Burberry, die Verpflichtung auch umzusetzen. Burberry muss Daten über Lieferketten und Abwasser veröffentlichen und die gefährlichen Chemikalien verbannen.
Burberry hat eingewilligt, zunächst die Bekleidung zu entgiften, danach sollen bis zum Jahr 2020 alle weiteren Produkte der Marke folgen. Außerdem sollen bereits bis Juni 2014 die Abwasserdaten der Zulieferer – mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien - offengelegt werden. Bis Juli 2016 will Burberry alle per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) aus seiner Lieferkette eliminiert haben.

Burberry reagiert auf öffentlichen Druck

Der Entscheidung von Burberry war wochenlanger öffentlicher Druck von Greenpeace und Zehntausenden Unterstützern vorausgegangen. In Europa und Asien protestierten Greenpeace-Aktivisten vor den Burberry-Läden. Auf Facebook, Twitter und Instagram erreicht Burberry ein Millionenpublikum – und wurde dort von kritischen Konsumenten tausendfach dazu aufgefordert, seine Kleidung zu entgiften.

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